Joblog: Unternehmensfotos bei Safeline

Titelfoto für Safeline/Revier Manager © Till Erdmenger – Businessfotos

Titelfoto für Safeline/Revier Manager © Till Erdmenger – Businessfotos

Titelshooting heute für die kommende Ausgabe des  „Revier Managers“ in Dortmund. Safeline produziert und vertreibt u.a. Hilfsmittel zum Thema Arbeitsschutz. Wie so oft waren die Verantwortlichen allerdings mit der Visualisierung Ihrer Marke überfordert – es gab also eher gar kein Briefing („Knipsen Sie mal ein bisschen drauflos, wir suchen uns dann hinterher was aus …“). Ich will meinen Kunden mit dieser Schilderung nicht bloßstellen – es ist nur einfach ein typisches Szenario und bedarf stets einiger Argumentations- und Überzeugungsarbeit, bis man sich mit fachlich unkundigen Personen auf Bildideen geeinigt hat. Schließlich funktionierte meine Vorstellung mit den kleinen Accessoires im Bild ganz gut und ich finde, es ist ein titelreifes Businessfoto geworden (hoffentlich beschneidet es der Grafiker nicht wieder so entsetzlich, wie mein letztes Titelfoto, von dessen Posing auf dem Heft nichts mehr zu sehen ist …).

Bildschirmfoto 2014-11-21 um 09.50.02

App-Tipp: Wie Sie in Apple Pages 5.5 unterschiedliche Seitenränder für Front- und Folgeseiten realisieren können

Nachdem Apple Pages 09 durch die neuere Version 5.x ersetzt hat, fehlen dem Programm etliche Funktionen – die von Nutzern schmerzlich vermisst werden. Einige Features kamen im Laufe des vergangenen Jahres wieder hinzu, andere lassen sich noch immer nur mit Tricks realisieren. Wer wie ich gelegentlich Vorlagen gestaltet/programmiert und sich mit der DIN5008 auskennt, weiss, dass die Frontseite dieses genormten Geschäftsbriefs jede Menge „Kopfraum“ benötigt. Der eigentliche Fließtext/Inhalt beginnt mit einem Abstand von ca. 9,8cm vom oberen Rand. Netterweise inkludiert Apple eine entsprechende Vorlage nach DIN5008 in das aktuelle Pages, diese leidet allerdings unter einem entscheidenden Problem: Alle Folgeseiten haben ebenfalls einen oberen Rand von 9,8cm. Das sieht albern aus, weil auf den Folgeseiten natürlich das Firmenlogo und die Adressdaten nicht wiederholt werden. Viel besser wäre ein Rand, der in etwa mit den Seitenrändern (2,0 bzw. 2,5cm) oder dem unteren Rand (abhängig vom Umfang der Fußzeile) übereinstimmt, um ein harmonisches Design zu ermöglichen.

Leider kann Pages 5.x die oberen und unteren Seitenränder nur global für das ganze Dokument einstellen. Auch das Einfügen eines Abschnittes nützt nichts. Während linker und rechter Einzug noch absatzweise verändert (oder in eine Absatzvorlage gespeichert) werden kann, ist man mit den oberen und unteren Rändern aufgeschmissen. Ein eher „schmutziger“ Tipp wäre, ein Element in den oberen Teil der Titelseite zu legen, dass den darunterlegenden Fließtext verdrängt (Format > Anordnen > Textumbruch).

Eine elegantere Lösung habe ich nun mittels „Rahmen & Linien“ innerhalb der Absatz-Formatierungen gefunden. Dazu wird der erste Absatz mit einem Rahmen versehen, der aus einer nur oben liegenden, durchgehenden, weißen Linie besteht – die natürlich unsichtbar bleibt. Diesem Rahmen geben wir nun einen Versatz in gewünschtem Ausmaß – hier hilft eine zuvor exakt positionierte Hilfslinie beim Ermitteln des richtigen Wertes. Das Resultat lässt sich als Absatzformatierung speichern und kann dann ggf. wiederverwendet werden. Viel Erfolg!

© Till Erdmenger – Businessfotos

Was Profi-Fotografen tun, bevor (und nachdem) sie auf den Auslöser drücken

Wer professionell als Fotograf unterwegs ist, darf sich nicht wundern, mit allerlei Klischee-Bildchen konfrontiert zu werden. Meist geht das in eine cineastisch-epische Richtung in hartem Schwarz-Weiss: Der Bildreporter – Bogart-Typ mit Kippe im Mund, Kamera um den Hals baumelnd, den Presseausweis in der Hutkrempe, Füße auf dem Schreibtisch. Liebe Hausfrauen, liebe Bürohengste: Unser Alltag unterscheidet sich von dieser Vorstellung. Er unterscheidet sich auch von dem eines Foto-Amateurs.

Profi-Fotografen sind fast immer 1-Mann-Unternehmen – und das bedeutet jede Menge Arbeit. Denn es gibt niemanden, der einem den Kaffee kocht und die Rechnungen schreibt. Wir selbst sind CEO, Sekretärin, Marketing-Abteilung, IT-Spezialist und Vertriebsarmee in Personalunion. Und nebenbei noch Künstler. Dabei wird mir jeder Kollege recht geben, dass eine klassische Ausbildung als Fotograf alle diese Bereiche gar nicht abdeckt (und es auch nicht kann). Wenn wir Fotografen also selbst für die Kunden-Akquise und die Eigenwerbung tätig werden, unsere Rechnungen schreiben und die Buchhaltung führen, die neusten Updates auf unseren Computer installieren und die geheimsten Photoshop-Tricks von allen lernen, dann können wir schon eine ganze Menge. Und dürfen uns mal auf die Schulter klopfen! Nur ist damit der Stereotyp noch längst nicht ausgeleuchtet.

Um im Geschäft zu bleiben, müssen wir vor allem konstant und verlässlich hervorragende Fotos produzieren. Dabei hilft uns eine gute Kamera natürlich, sie ist aber letztlich nur ein Werkzeug. Ich schenke Ihnen gerne einen guten Topf – können Sie jetzt kochen wie Bocuse? Oder leihen Sie sich mal ein Mikrophon; trällern Sie schon wie die selige Whitney? Wir kennen also unseren Werkzeug-Koffer, gut. Erfahrung haben wir natürlich auch jede Menge, schließlich machen wir das nicht erst seit gestern. Wir schaffen es aber auch, aus dem nichts interessante Foto-Hintergründe zu zaubern, das Licht zu Ihrem Vorteil auf ein Sujet fallen zu lassen und missgelaunte Manager mit gemeinen Psychotricks zum Lächeln zu bewegen.

Die Argumentation für den Einsatz eines Profi-Fotografen passt natürlich nicht in eine Handvoll Zeilen. Wer das Thema vertiefen möchte, dem empfehle ich die folgenden Artikel:

Falls Sie anschließend eine Diskrepanz zu den bisher von Ihnen verwendeten Unternehmensfotos oder dem von Ihnen beauftragten Fotografen feststellen, sollten Sie vielleicht über einen Wechsel nachdenken …

Recht: Mit dem Faustkeil gegen Fotodiebe

revolution_01Trotz diverser Services und Möglichkeiten, geklaute Bilder im Internet zu finden, kommt es mir immer noch so vor, als kämpften wir Kreative mit anachronistischen Waffen gegen diese Cyberdiebe. Bereits mehrfach bin ich hier auf diesen Kampf eingegangen (siehe die Beiträge bzgl. Jagdsaison oder Kameradiebstahl). Auch heute flatterte mir wieder Werbung eines weiteren solchen Helfers ins Haus, PlagHunter. Dieser Anbieter erweckt nicht einmal den Anschein, als hätte er das Rad neu erfunden, er schreibt offen, die Reverssuche von Google abzufragen. Da hat also jemand ein cleveres Script geschrieben, um Google automatisch zu füttern und eine E-Mail mit den Ergebnissen zu verschicken. Gemessen an dieser Leistung sind die Preise für den Service ziemlich hoch angesetzt. Und leider muss ja festgehalten werden, dass das Entdecken eines Urheberrechtsverstoßes noch lange nicht dazu führt, Schadensersatz zu erhalten. Davor stehen ersteinmal der Gang zum Anwalt, die Möglichkeit, den Schädigenden überhaupt zu ermitteln und ihn rechtlich belangen zu dürfen etc. pp.

PlagHunter erkennt übrigens genausowenig wie andere Services, dass eines meiner Businessportraits nun schon seit geraumer Zeit – und trotz rechtlicher Schritte sogar gegen den Seitenbetreiber blog.de – missbraucht wird. Dieser Bilderklau war mir zufällig bei MetaGer.de angezeigt worden. Schade. Es zeigt, dass wir in diesem Kampf nicht nur zahlenmäßig unterlegen sind. Es wird vor allem Zeit, moderne und schlagkräftige Mittel gegen den Fotodiebstahl zu entwickeln!

Salzsee, Australien © Till Erdmenger – Businessfotos

Kino-Tipp: Das Salz der Erde

Wim Wenders, der uns schon etliche tolle Filme beschert hat, begleitete in den vergangenen Jahren Sebastião Salgado, den legendären Fotoreporter. Wir alle kennen die dramatisch beleuchteten, kontrastreichen Schwarzweiß-Fotos aus den ärmsten und dreckigsten Ecken der Welt. Nun können wir sie im Kino, im Großformat bewundern – was wahrscheinlich längst nicht bei jedem Motiv das reine Vergnügen ist. So nah und intensiv wie Salgado zeigt kaum ein anderer Armut und Elend. Im ART Magazin ist nun ein Interview mit Herrn Wenders über den Film zu finden. Also: Lesen und dann ab ins Kino.

© Till Erdmenger – Businessfotos

Recht: Panoramafreiheit und Schlösser

Die Tatsache, dass sich der Fotografierende oder Bildnutzende mit rechtlichen Zusammenhängen auseinandersetzen muss, hat längst auch die breite Front der Amateurfotografen erreicht. Auch wenn Nichtjuristen oft Halbwissen über das Recht am eigenen Bild oder die Panoramafreiheit verbreiten, haben doch viele davon – und auch vom Urheberrecht – gehört. Eine Orientierung, welche Objekte man fotografieren darf (und welche nicht), gibt die Wikipedia. Anhand eines aktuellen Urteils zu den preussischen Schlossanlagen gibt auch der Beitrag im Upload Magazin einen sehr übersichtlichen und verständlichen Leitfaden durch das Paragrafendickicht. An ein Profi-Publikum hingegen wendet sich die am 27.11. stattfindende PICTAnight zum Thema „Fotografieren in öffentlichen Parkanlagen“. Kleiner Merksatz zum Schluss: Die wohl bekanntesten Fotoverbote richten sich gegen Aufnahmen des Eifelturms bei Nacht und solche des Atomiums in Brüssel. Kennen Sie weitere? Dann hinterlassen Sie einfach einen Kommentar.

Namenvorschlag für das nächste OS X: „Niagara“ © Till Erdmenger – Businessfotos

Der Nationalpark auf meinem Computer

Treue Leser wissen ja, dass ich überzeugter Nutzer der Apple-Produkte bin. Mit dem in der vergangenen Woche installierten Update auf OS X „Yosemite“ bin ich allerdings ganz und gar nicht einverstanden. Neue Versionen von OS X brachten zwar stets kleinere Fehler mit sich, diesmal habe ich allerdings erstmalig erfahren müssen, dass die Produktivität wirklich beeinträchtigt ist. So musste ich die E-Mail-Accounts komplett neu einrichten, weil ich über Tage keine Mails verschicken konnte. Der iMac wirkte anfangs extrem verlangsamt – dies hatte ich zunächst auf die erneute Indizierung durch Spotlight geschoben – später allerdings festgestellt, dass ein Prozess namens „windowserver“ gute 29GB an Arbeitsspeicher belegte (und deutliche Reserven der CPU verschlang). Dies konnte ich glücklicherweise mittels eines Neustarts beheben – es ist nicht wieder aufgetaucht. Allerdings musste ich feststellen, dass die Neustart-Funktion nicht tut, was sie soll. Der Mac hängt dann mit dem bunten Strandball des Todes in einer Endlosschleife und der Computer lässt sich nur über den Ein/Ausschalter auf der Geräterückseite herunterfahren. Dieser Fehler lässt sich beliebig reproduzieren. Außerdem loggt mich mein Computer gelegentlich spontan aus – teils nach einer Arbeitspause, teils während ich am Rechner sitze. Zu allem Überfluss gelingt auch nach Eingabe des Passwortes kein erneutes Einloggen – wieder dreht sich der Beachball endlos. Die Sharing-Buttons und die Mitteilungszentrale funktionierten anfangs nicht mehr, hier hält Apple selbst eine Lösung parat. Diese Häufung von Fehlern, die zu realen Arbeitsunterbrechungen führen, sind mehr als nervig und müssen seitens des großen Apfelproduzenten umgehend mit einem Update behoben werden. Einige wohl ebenfalls häufig zu beobachtenden Fehler listet Gizmodo mitsamt Lösungsvorschlägen auf – vielleicht helfen Ihnen diese Tipps.

Neben der technischen Seite betrachte ich als visuell geprägter Mensch natürlich auch die ästhetischen Aspekte dieses Betriebssystems. Schließlich sitze ich lange Zeit davor und muss die bunten Fensterchen ansehen. Auch hier hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Die insgesamt schlichtere Gestaltung mit vielen Grautönen und Transparenzen wirkt sachlich, schlicht und schön – keine Frage. Die App-Symbole haben nach meiner Ansicht allerdings gegenüber der Vorgängerversion nicht gewonnen: Zu uneinheitlich kommen die daher. Manche schmaler, andere ausladender, einige schräggestellt. Insgesamt so gar nicht schlicht, sondern überraschend filigran und detailliert. Das widerspricht aus meiner Sicht der reduzierten Ästhetik der übrigen Benutzeroberfläche. Ein Fax-pas ist die Verwendung von weißer Schrift auf (hell)grauem Hintergrund, wie es in manchen Menüs und Drop-down-Listen vorkommt – schlichtweg unlesbar sind diese Einträge. Und nie werde ich mich an diese scheußlichen Steuerungsbuttons überall gewöhnen, die man zum vor- oder zurückblättern, zum Teilen von Inhalten oder zum Anlegen eines neuen Ordners braucht. Die eingesetzten Strichzeichnungen sehen grausam deplatziert und ebenfalls viel zu klein und fein aus.

Wer also nicht darauf angewiesen ist, sofort die neueste Systemversion zu installieren, sollte lieber warten, bis die wirklich blöden Bugs behoben sind oder Lösungen gefunden wurden. An das Aussehen werden wir uns alle sowieso gewöhnen …