Microshootings war erst vor einem Jahr an den Start gegangen, um photographische Kleinstaufträge an den Mann zu bringen. Nun ist den winzigen Schiessern die Munition ausgegangen: „Wir haben uns entschlossen, das Portal in Kürze zu schließen, da das Projekt microshooting leider nicht den erhofften Erfolg gebracht hat.“ Schade? Keine Ahnung. Aber interessant schon, dass selbst Vermarkter von Low-Budget-Aufträgen keine Kundschaft finden.
Kurz vor dem Umzug von erdmengerphotographer gibt es viele Klippen zu umschiffen. Für die Schwierigkeiten, die es kostet herumzukommen, ist das Kap der Guten Hoffnung bekannt und berüchtigt, dort versinken nicht nur Schiffe, offensichtlich verschwinden manchmal auch Touristen – wenigstens teilweise. Ziemlich unheimlich, was Merian da völlig unkommentiert zeigt. Zum Vergleich ein Bild, wie es tatsächlich vor Ort aussieht (fotografiert von jemandem, der in einem Stück wieder nach Hause kam…)

20 Mio private Currywürstchen
Published Friday, September 4, 2009 Culture , Photography Leave a CommentLaut einer Studie von Bitkom haben mittlerweile 20 Millionen Deutsche private Fotos im Internet veröffentlicht – vor allem in „sozialen Netzwerken“ werden die Einblicke ins Private von anderen Usern oft erwartet. Auch die Zahl der Videos, die vermeintlich aller Welt präsentiert werden müssen, ist rasant auf ca. 5,6 Miilionen Anbieter gestiegen. Ob das nötig ist, wen das interessiert oder ob das Leben vor Facebook & Co. nicht besser war, muss jeder selbst entscheiden. Einen interessanten Beitrag hat der Fotograf Joachim Schmid zum Phänomen der millionenfach bei Flickr hochgeladenen Currywurst veröffentlicht. Seine Faszination teile ich allerdings nicht ganz, so attestiert Schmid dem Treiben einen gewissen künstlerischen Wert. Das halte ich für übertrieben – auch die zigtausendfach auf verblichenem Farbpapier fotografierten Weihnachtsbäume der 70er sind zwar Zeitzeuge, aber deswegen noch keine Kunst…
Mit der EOS 7D stellt Canon nun der EOS 5D Mark II ein zweites (semi-)professionelles Kameramodell an die Seite, das zwischen den Boliden der EOS 1D-Reihe und den Amateurgeräten ab EOS 50D angesiedelt ist. Die Neue ist dabei Technologieträger par excellance und bietet jenen, die auf einen Vollformat-Sensor verzichten können, einige Leckerlis:
- 18 Megapixel
- Bis 8 Bilder pro Sekunde
- 2 DIGIC4-Prozessoren
- Neuentwickelter 19-Punkt Autofokus
- Neuentwickeltes Dual-Layer-Belichtungsmesssystem
- 100%-Sucher mit einblendbarem Gitternetz u. Wasserwaage
- Full-HD Video
Viele der vorgestellten Neuentwicklungen werden sicherlich in die nächsten Generationen anderer EOS-Modelle Einzug halten und klingen vielversprechend. Weitere Infos z.B. bei Digitalkamera.de oder Photoscala.de


Nach dem Durchmarsch des Rattenfängers von Saarbrücken und seinem kahlköpfigen Genossen sei vor der Bundestagswahl noch einmal kurz erklärt, wie sich die „Linke“ die Sanierung der Staatsfinanzen vorstellt – man muss die Plakate nur in der richtigen Kombination aufhängen… (Übrigens: Wer hat denn dieses scheußliche Portrait von Gysi verbrochen??)
Noch mehr „real life“
Published Sunday, August 30, 2009 Culture , Politics , Private Leave a Comment

Life: More real than anything!
Published Friday, August 28, 2009 Culture , Design , Private Leave a CommentAm vergangenen Wochenende saß ich mit meinem Namensvetter Till zusammen, rauchte eine wunderbare Montecristo No.3 aus ´97 und wir plauderten über die unglaublich unproduktiven und ergebnislosen sogenannten „social networks“. Natürlich habe ich deswegen nicht gleich meinen Xing-Account gekündigt, dennoch merkt jeder halbwegs intelligente Mensch, wie wenig solche Netzwerke bewirken, ausser, dass sie der masslosen Selbstdarstellung und unreflektierten Zeitverschwendung dienen. Mir ging das Thema noch einige Zeit durch den Kopf, und so kam die schnell zusammengewürfelte Kampagne zustande, mit der ich kurz den geneigten Leser daran erinnern möchte, wie unglaublich real und interessant das wirkliche Leben sein kann



Zur Erinnerung: Der Wähler hat die Kraft
Published Sunday, August 23, 2009 Culture , Photography , Politics Leave a Comment
Die regierende Union rund um Stilikone Merkel leistet sich im diesjährigen Wahlkampf einen Ausflug ins Präpotente und behauptet: „Wir haben die Kraft“. Und man könnte meinen, sie hätten am liebsten geschrieben: „Wir haben die Kraft und die Herrlichkeit – in Ewigkeit“. Dabei vergisst sie, dass in Wahrheit der Wähler die Kraft und die Macht hat, Parteien zu wählen, Kanzler zu küren oder einfach Wahlplakate zu verschönern. Letzteres hat der große F.C. Gundlach über Jahre dokumentiert. Seine Photos werden noch bis zur Wahl am 27.9. im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg ausgestellt – und zeigen die „kleine Rache des Souveräns“. Amen.
Wählers Gunst oder die kleine Rache des Souveräns
Wahlplakate aus drei Jahrzehnten – fotografiert von F.C. Gundlach
21. Aug. 2009 – 27. Sep. 2009
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Kommt ´nen Brief vom Amt – Fachbereich Recht und Ordnung – und es ist kein Knöllchen! Das war ja schon ein Witz, aber der Inhalt brachte mich gleich nochmals zum Lachen: Da hat sich jemand die Mühe gemacht, die hannoverschen Fotografen darüber zu informieren, dass in Zukunft auch die Fotos auf Führerscheinen den Richtlinien für biometrisch verwertbare Aufnahmen entsprechen müssen. Irgendwie erinnert mich das an einen amerikanischen Präsidenten, der einst sinngemäß sagte: „Wer die Freiheit zugunsten der Sicherheit einschränkt, verliert am Ende beides“.


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