Technik-Tipp: Drahtlos blitzen

Drahtloses e-TTL-Blitzen mit dem Yongnuo YN-622C

Drahtloses high-speed-e-TTL-Blitzen mit dem Yongnuo YN-622C

Was die Lichttechnik angeht, bin ich ein bisschen altmodisch. Darum benutze ich noch immer gerne meine uralten Elinchrome-Studioblitzköpfe, wenn ich nicht grade mit Available Light fotografiere. Ein kleines Manko, mit dem ich bisher gut leben konnte, war das Auslösekabel. Nicht allein, dass es nie lang genug sein kann oder gerne mal einen Wackelkontakt hat – es liefert an der herkömmlichen Synchronbuchse auch eine maximale Synchronzeit von 1/100 sek. Bei kürzeren Zeiten hatte ich stets einen unbelichteten Streifen auf dem Foto. Das alles – und noch viel mehr – gehört jetzt der Vergangenheit an. Nach eingehender Lektüre diverser Forenbeiträge und Rezensionen habe ich jetzt die Funk-Auslöser Yongnuo YN-622C in Betrieb genommen. Diese Chinaböller kosten bei Amazon knapp 70,- € im Paar und funktionieren tatsächlich ;-) Ich habe mich aus gutem Grund gegen noch billigere Angebote entschieden: Als Gimmick bieten diese Transponder e-TTL (für drahtlos ausgelöste Canon-Systemblitzgeräte) und synchronisieren bis zur 1/8000sec – auch mit den Elinchromes. Es mag sein, dass der ein oder andere Gearhead müde lächelt, mir ist diese Arbeitserleichterung dennoch einen Tipp wert …

dpa-Bilder des Jahres 2013

 1. Platz Wirtschaft: Uwe Zucchi – „Neuwagen: Daimler-Chef Dieter Zetsche kniet am Mercedes-Benz-Stand auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt neben dem Concept S-Class Coupe“ – Foto: Uwe Zucchi/dpa

1. Platz Wirtschaft: Uwe Zucchi – „Neuwagen: Daimler-Chef Dieter Zetsche kniet am Mercedes-Benz-Stand auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt neben dem Concept S-Class Coupe“ – Foto: Uwe Zucchi/dpa

Wie bereits im Vorjahr, hat die Nachrichtenagentur dpa die besten Fotos ihrer Fotografen ausgewählt. Ein interessanter Querschnitt durch das bundesrepublikanische Jahr … Die Pressemitteilung, sämtliche Gewinner und alle Bilder finden Sie bei der dpa.

Technik-Tipp: Das kostenlose Makro

© Till Erdmenger – Businessfotos

© Till Erdmenger – Businessfotos

Ein kleiner Tipp zum Wochenende: Wer nur gelegentlich mal ein Makro-Objektiv braucht, muss nicht unbedingt hunderte von Euro ausgeben. Vielleicht haben Sie sowieso ein passables Standard-50er herumfliegen – oder ein altes aus analogen Zeiten. So wie ich: In meiner Canon-FD-Tasche fand sich ein 1,8/50mm-Objektiv, dass ich vor langem mal vergeblich an die EOS adaptieren wollte. Leider taugt der Adapter gar nichts und die Bildqualität ist mau. Für gelegentliche Makro-Aufnahmen lässt sich so ein Teil aber für weniger als 10,- € mittels eines „Retro-Adapters“ verkehrt herum an die Kamera schrauben. Richtig: Der Adapter wird ans Filtergewinde des Objektivs geschraubt und hat einen Bajonettverschluss für die Kamera. So muss man zwar Fokus und Blende selbst einstellen, hat aber ein Makro für lau. Mein Schnellschuss zeigt eine meiner neuesten Uhren, eine Seiko im sommerlichen Orange (für die Freaks: Freihändig bei Blende 11, 1/125 sek. und 8000ASA) Weiterlesen

Aus dem Fotografen-Alltag: „Sie wollen doch nur Dein Bestes …“

revolution_01… nur bezahlen wollen sie nichts dafür! Es mag eine Binsenweisheit sein, dass sich stets mehr Möglichkeiten zum Geldausgeben fänden als Ideen, wie man welches verdient. Vielfach habe ich jedoch einfach das Gefühl, für dumm verkauft zu werden. Wer als Unternehmen in diversen Verzeichnissen gelistet ist, erhält tägliche Anrufe mit den tollsten Verkaufsangeboten. Natürlich kommen diese Angebote auch als E-Mail. Heute flatterte mir so eine Nachricht ins Postfach, die ich einmal derart übersetzen möchte, dass Sie die dahinter verborgene Wahrheit durchschimmern sehen:

Hallo Till Erdmenger,
[Name entfernt] ist eine der führenden Microstock Agenturen weltweit und immer auf der Suche nach neuem Bildmaterial (Wir sind eine weitere dieser zigtausend Hinterzimmer-Online-Bildagenturen und suchen nach Idioten, die uns ihre Fotos schenken). Auf einer Plattform für Fotografen bin ich auf Deine Arbeiten aufmerksam geworden (Ich habe für zuviel Geld eine Mailing-Liste von einem russischen Hacker gekauft). Wir bieten Dir die Möglichkeit, Deine Bilder auf einer großen Plattform zu präsentieren (wir zeigen Deine Fotos mit einer neuartigen Technik namens Internet – das gibt´s nirgendwo sonst) und Dir dabei ohne großen Aufwand (Du musst die Fotos natürlich nur mit mindestens 20 Keywords in 3 Sprachen versehen, auf eine Kantenlänge von 4276,3 Pixeln umrechnen und im JPEG-Format mit 10-facher Progression speichern – das dauert pro Bild nicht mehr als 1,5 Stunden) ein zusätzliches Einkommen zu sichern (Wenn Du ein super-toller Profifotograf bist, kann es sein, dass wir mit Dir mehr Umsatz machen, als wenn Du Dich mit einem Hut und einer Geige in die Fussgängerzone stellst). Lade dazu einfach Deine Fotos hoch – für jeden Download erhältst Du eine Provision von uns (Ehrlich, wir behalten nicht alles für uns, sondern teilen mit Dir! Wir bezahlen Dir ungefähr 1 Cent pro verkauften 1000 Bildern). Unsere Kunden benötigen für ihre Projekte ständig kreative Fotos (Wir haben nämlich ganz viele bekannte Kunden, die nur Dein Bestes haben wollen). Profitiere jetzt von der großen Nachfrage nach professionellem Bildmaterial (natürlich wollen wir nur die richtig guten, exklusiven Fotos haben, um sie besser verkaufen zu können).
Viele Grüße, [Name entfernt]

Liebe Kollegen: Aufgepasst! Liebe Anbieter: Viel Glück mit dieser Masche! So, und jetzt habe ich noch ein bisschen ernsthafte Arbeit zu erledigen. Tschöö!

Ausbildung: Fotograf

Screenshot von Spiegel.de

Screenshot von Spiegel.de

Es stünden zu wenig Lehrlinge zur Verfügung, schreibt der Spiegel. Und vermeldet unter Zuhilfenahme einer attraktiven jungen Frau, dass die Ausbildung zum Fotografen hingegen ausgesprochen beliebt sei. Diese Logik muss man erst einmal verstehen. Es stehen also in besonders unbeliebten Berufen nicht genug Freiwillige bereit, eine Ausbildung anzutreten. Weil aber besonders viele junge Menschen Fotografen werden wollen, sind rund 36% der entsprechenden Bewerbungen erfolglos. Es könnte möglicherweise aber auch daran liegen, dass ein großer Teil der Bewerber von den Ausbildungsbetrieben einfach als ungeeignet angesehen werden – dies sei am Rande erwähnt. Ich erinnere mich gut an einen Bewerber, der einige drogerievergrößerte Schnappschüsse mit Tesafilm auf DIN A4-Blätter im Plastikschnellhefter geklebt hatte und nach dem erfolglosen Bewerbungsgespräch fast erleichtert kund tat, er sei von seinem Berufsberater dazu gedrängt worden – eigentlich würde er viel lieber den Beruf des Metzgers lernen. Liebe Nachwuchs-Fotografen: Eine Smartphone-Cam und hunderte geteilter Fotos auf Facebook machen noch keinen Fotografen aus! Es steckt mehr dahinter! Wer es dennoch versuchen will, findet auf diesem Blog zahlreiche Anregungen. Und nach dem Klick die Gewissheit, dass es vor knapp 20 Jahren nicht anders war … Weiterlesen

Frisch vom Grill: Adobe Lightroom Mobile für iPad

Screenshot von adobe.com

Screenshot von adobe.com

Was lange währt … wird endlich wahr: Adobe hat eine offizielle, mobile Version von Lightroom angekündigt! Auf diesem Blog hatte ich in den vergangenen Jahren immer wieder über Adobes Ansätze für mobile Bildbearbeitung geschrieben (z.B. über Photoshop Touch, iPhone photoshopping, oder Bildbearbeitung auf dem iPhone). War bisher Photosmith das Programm, das dieser Aufgabe am nächsten kam, geht es jetzt auch komplett mit Adobe-Produkten. Die Mobilversion synct die kürzlich eingeführten „Smart Previews“ über die Cloud zwischen dem Desktop und dem iPad. Auf dem Tabletrechner können die synchronisierten Kollektionen gesichtet, markiert, bewertet und mit den aus der Desktop-Version bekannten „Grundeinstellungen“ bearbeitet werden. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Adobe-Abo – denn nur dieses umfasst den Adobe-Cloud-Speicher, der zur Synchronisierung genutzt wird. Daher konnte ich momentan noch keinen Blick auf Lightroom Mobile werfen, da ich Lightroom separat gekauft habe – Schade. Vielleicht überlegt sich Adobe noch eine Lösung für seine Lightroom-Kunden, die den Datenabgleich im lokalen WLAN ermöglicht. Oder Lightroom 6 wird nicht mehr einzeln verkauft und Kunden wie ich damit gezwungen, ein Abo abzuschließen. Weitere Infos zur neuen App finden Sie z.B. bei Adobe, Heise oder Cult of Mac.