Von der Liebe zum Foto-Detail …

Üblicherweise finden Sie als interessierter Unternehmer auf Fotografen-Websites eine Auswahl der besten, tollsten und spektakulärsten Bilder jenes Künstlers/Anbieters. Da man sich nicht durch hunderte langweiliger Fotos klicken möchte, hat das seine Berechtigung. Ich möchte jedoch mit diesen Zeilen Ihr Augenmerk darauf lenken, wie viel fotografische Detail-Liebe auch in den vielen „normalen“ Gebrauchsfotos stecken kann und sollte. Das dürfen Sie nämlich von einem Profi erwarten. Wer mit Bildern sein Geld verdient, weiss, wie man auch die kleinen, dokumentarischen, unspektakulären Motive sauber umsetzt.

Ich möchte das anhand zweier Fotos zeigen, die vor kurzem auf einer Weinverkostung entstanden sind. Der Wunsch des Auftraggebers bestand in dieser Situation (vereinfacht gesagt), die Dame und den dekorierten Tisch abzulichten. Es verstand sich von selbst, dass sie dabei eine Aktivität zeigen sollte. Das erste Foto entstand dann „aus der Hüfte geschossen“ als Arbeitsgrundlage. Ich finde diese Methode sehr nützlich (und sie ist preiswerter als frühere Polaroid-Orgien – wenn auch weniger spektakulär). Wenn Sie das erste (unbearbeitete) Foto mit dem zweiten Motiv vergleichen, können Sie sehen, was ich verändert habe: Die Abgebildete trägt nun eine dunkle Strickjacke und ein Halstuch, weil die weiße Bluse zu dominant wirkte und den Blick von den Köstlichkeiten auf dem Tisch ablenkte. Sie schenkt das Öl nun mit der linken Hand ein, damit dieser Vorgang und die Flasche deutlicher zu sehen sind (zuvor verdeckte ihre Hand diese Szene weitgehend). Und das zusätzliche Licht im Hintergrund erzeugt räumliche Tiefe.

20160415_Briem_0103.jpg

20160415_Briem_0119.jpg

IMG_7861

Tipp: Time-Tracking

Wer noch immer einen Stundenzettel schreibt, ist ziemlich … naja, gestrig. Heute wird Arbeitszeit (wenn nicht sogar biometrisch) mindestens per Internet erfasst.

Da ich kürzlich in dieser Richtung recherchieren musste, gebe ich hier gerne meine Eindrücke in aller Kürze weiter: Die meisten Time-Tracker sind auf Freiberufler ausgelegt, die die für bestimmte Projekte verbrachte Arbeitszeit dokumentieren wollen. Oft genug bieten die Tools gleich auch eine Berechnung des Honorars. Anbieter dafür gibt es zuhauf, unzählige davon kostenlos. Mein Interesse ging allerdings mehr in die Richtung einer Arbeitszeitdokumentation für ein Team aus mehreren Mitarbeitern. Die allermeisten Anbieter verlangen für mehrere Teammitglieder, die an gleichen Projekten arbeiten (oder am selben Arbeitsplatz) Geld – in der Regel ca. 5,- € pro Monat pro Mitarbeiter. Wenige richten sich dabei an angestellte Mitarbeiter, bei denen zugleich Überstunden, Fehlzeiten, Krankheitstage oder Urlaub nachgehalten werden soll. Hier helfen Anbieter wie Clockodo, TimeTac oder TimeCard blue – alle gegen Bezahlung. Ohne diese angestelltenspezifischen Tools – dafür jedoch komplett kostenlos und für große Teams geeignet – ist Neunzeit. Und Togo bietet jede Menge Auswertungsmöglichkeiten, kostenfrei für bis zu 5 Mitarbeiter – mein Favorit.

Bildschirmfoto 2016-03-08 um 08.40.17

Randbemerkung: Profilfotos

Das Businessnetzwerk Xing, bei dem ich seit vielen Jahren Mitglied bin, schrieb mir heute, dass eine aktualisierte Version der mobilen App verfügbar sei und diese es ermögliche, von unterwegs sein Profilfoto zu ändern. So schön zusätzliche Funktionen stets sein mögen – hier kann ich nur davor warnen, sein Businessprofil mit schnellgeschossenen Handybildchen zu illustrieren! Bitte erinnern Sie sich daran, wozu Xing und LinkedIn  gedacht sind: Für geschäftliche Kontakte. Toben Sie sich auf Facebook meinetwegen mit lustigen Namen, Knutschi-Selfies, Katzenbildern oder Bildern Ihres selbstgeschusterten Abendbrots aus – aber lassen Sie das um Himmels willen auf den seriösen Plattformen bleiben! Dass (potenzielle) Arbeitgeber heutzutage gern mal einen Blick auf die Social-Media-Kanäle werfen, dürfte bekannt sein – darum in aller Kürze (oder hier):

  1. Verwenden Sie ein seriöses Profilfoto für Xing/LinkedIn
  2. Ziehen Sie dafür die in Ihrem Geschäftsfeld übliche Kleidung an
  3. Lassen sie das Foto von einem Profi anfertigen
  4. Holen Sie die nötigen Nutzungsrechte vom Fotografen ein
  5. Verwenden Sie dasselbe Foto auf verschiedenen Kanälen
  6. Danke!
20140922_Hövelmann_1098

Technik oder Emotion: Wann ist ein Foto gut?

Es ist noch nicht lange her, da stellte ich hier die Frage, was ein gutes Foto ausmache. Damals konstatierte ich, dass die emotionale Ansprache über das reine Gefallen hinaus wirken muss und man zudem die Aufgabe des Bildes in die Bewertung einbeziehen müsse, ob ein Foto nun gut oder schlecht sei. Ich habe versucht, dies mit einigen Beispielen zu belegen.

Jetzt hat sich auch ProPhoto diesem Thema gewidmet und kommt zu ganz ähnlichen Schlüssen: Der technische und gestalterische Grundkanon reicht nicht allein, ein gutes Foto zu machen – die Emotion spielt die entscheidende Rolle. Der Artikel fügt meinen Betrachtungen noch einen Aspekt hinzu: Die Perspektive des Betrachters. Der persönliche Hintergrund entscheidet mit, inwieweit man sich von einem Foto angesprochen fühlt.

Würden Sie weitere Faktoren hinzuzählen, die Einfluss darauf haben, ob ein Foto gut oder schlecht ist? Dann hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren! Danke!

Bilderdiebstahl – Erfahrungen aus der Schweiz

Nachdem ich vor wenigen Tagen mit einer Fachfrau für Urheber- und IT-Recht gesprochen und nun den sehr interessanten Bericht von Travelita gelesen habe, muss ich einfach nochmals auf das Thema Bilderklau eingehen: Bitte, liebe Internet-Nutzer, denken Sie daran, dass Fotos von jemandem gemacht wurden, der möglicherweise davon lebt, diese zu verkaufen! Ein Fund im digitalen Netz ist nicht vergleichbar mit dem Fang in einem Fischernetz. Zum Thema finden Sie hier Lesenswertes:

Continuity

Kontinuität, das Anknüpfen an Bewährtes, das Vermeiden von Folgefehlern dürfte im Business vielen als wichtig erscheinen. Schön, wenn Kunden also auch nach Jahren wiederkommen und gemeinsame Erfolge fortführen wollen. Anbei ein kleines Beispiel meines Kunden „Wein-Cabinet Briem“ in Bonn – die Continuity scheint mir gegeben😉

20121027_WeinCabinett_139

Unternehmensfoto für das Wein-Cabinet Briem 2012

blog.erdmenger.de

Unternehmensfoto für das Wein-Cabinet Briem 2015