Literatur & Fotografie: eine unglückliche Symbiose?

Die ZEIT veröffentlich in ihrer aktuellen Ausgabe ein Gespräch über Portraitfotos von Dichtern und Schriftstellern. Die Kulturwissenschaftlerin Claudia Schmölders, ehemalige Lektorin und daher mit der Materie vertraut, gilt als Expertin für Physiognomik (Wikipedia dazu:„Als Physiognomik (griech. φυσις/physis = Körper, γνομε/gnome = Wissen, Lehre) bezeichnet man die Kunst, aus dem unveränderlichen physiologischen Äußeren des Körpers, besonders des Gesichts, auf die seelischen Eigenschaften eines Menschen zu schließen.“). Schmölders vertritt die Ansicht, der Autor solle hinter seinem Werk zurückstehen, er (oder sie) solle weniger als Model, sondern eher als nachdenklich-abwesender Künstler auftreten. Ganz abwegig, wenn auch leicht antiquiert, sind sind ihre Ansichten nicht. Eine nette Lektüre für angehende Portraitphotographen 😉

„Wie sehen die denn aus? Dichter und ihre Porträts. Ein Gespräch mit der Physiognomik-Expertin Claudia Schmölders.

Hauptsache, sie schreiben gute Bücher. Ob sie gut aussehen oder nicht, kann uns eigentlich egal sein. Aber der Ausdruck des Gesichts der Schriftsteller interessiert uns und deshalb auch das Dichterporträt, das Dichterfoto. »Das Bild des Autors ist der Roman des Lesers« heißt ein Aufsatz von Wilhelm Genazino, der das Faszinosum beschreibt. Das Marbacher Literaturmuseum zeigt gegenwärtig die Ausstellung »In der Geisterfalle«: Schriftstellerfotografien, 500 Bilder, eine kleine Auswahl aus den gigantischen Beständen seines Archivs. Wir haben uns Schriftstellerbilder aus den Frühjahrskatalogen der Verlage angesehen…“

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