World Press Photo: Die Hintergrund-Story

Vor kurzem hatte ich an dieser Stelle über das Gewinnerfoto der diesjährigen World Press Photo Awards geschrieben. Der Amerikaner Spencer Platt hatte im Libanon junge Leute im Cabrio inmitten des zerbombten Beiruts fotografiert und war dafür ausgezeichnet worden. Vermeintlich handelte es es sich um junge, reiche Libanesen auf Sensationstouristen-Tour, leicht angewidert vom Elend und der Zerstörung, selbst aber wohlbehütet und begütert in sexy Outfit und mit schickem rotem Flitzer. Auch wenn ich nicht glaube, dass diese Interpretation den Ausschlag zur Nominierung gab, ist es doch interessant die Geschichte hinter dem Bild zu erfahren, so, wie sie Bissan Maroun (eine der Abgebildeten) berichtet und auf SPIEGEL online nachzulesen ist:

Am 15. August, dem Tag des Waffenstillstands, borgte sich Jad den orangefarbenen Mini Cooper einer Bekannten. Seit Wochen hatten die Geschwister keine Nachricht, ob ihr Apartmentblock noch steht, jetzt, da die Waffen schwiegen, wollten sie selbst nachsehen. Jad fuhr, Tamara kletterte auf den Beifahrersitz, Bissam quetschte sich hinten in die Mitte zwischen die Freundinnen und hielt ihr Kamera-Handy parat. „Wir haben kurz darüber gesprochen, ob wir das Verdeck wirklich aufmachen sollen“, sagt sie SPIEGEL ONLINE: „Aber es war so heiß, und wir waren zu fünft in dem kleinen Auto, also haben wir es weggeklappt.“

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