Die schweizer Armee in Liechtenstein

Wie die Tagesschau berichtet, ist vorgestern die schweizer Armee irrtümlich im kleinen Fürstentum Liechtenstein „einmarschiert“. Dies war heute auch auf der Titelseite der schweizerischen Boulevard-Zeitung „Blick“ zu lesen, die in letzter Zeit vor allem mit so unfreundlichen Artikeln wie „Wieviele Deutsche verträgt die Schweiz“ Schlagzeilen machte.

Man sollte meinen, dass auch Militärs in den Grundlagen internationaler Politik und Diplomatie geschult werden und sich daher der Brisanz eines Einmarsches in einen souveränen Staat durchaus bewusst sind – und doch ist genau das der Schweizer Armee in Liechtenstein im Rahmen einer nächtlichen Übung passiert.
Aus Versehen natürlich, beeilte sich der Schweizer Militärsprecher heute zu versichern – und machte höhere Gewalt für den faux pas verantwortlich: Das Wetter sei so schlecht gewesen, dass der Kommandeur sich mit seiner Truppe in den Alpen schlicht verlaufen habe. Die 170 bewaffneten Soldaten seien in der Nacht zum Donnerstag von ihrer Marschroute abgekommen und einige Kilometer weit in Liechtensteiner Staatsgebiet vorgedrungen, berichtete die Zeitung „Blick“.
Internationale Verwerfungen sind aber ersteinmal abgewendet, von Liechtensteiner Seite zumindest ist nichts über einen Gegenschlag zu erfahren. Ziemlich großmütig ist das, denn der nächtliche Vorstoß nicht der erste Vorfall: Bei einer Artillerieübung der Schweizer Armee im Winter 1985 habe es ein so heftiges Gewitter gegeben, dass mehrere Schweizer Raketen in Liechtenstein eingeschlagen seien und einen Waldbrand ausgelöst hätten, erinnert „Blick“. Die Schweiz habe damals mehrere Millionen Franken Entschädigung zahlen müssen.

Quelle: Tagesschau.de

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