Bandfotos: „Am Ende sind die Bilder scheissegal“

U2

Im Magazin der Süddeutschen Zeitung, Jetzt, findet sich ein amüsanter Artikel über Bandfotos, und warum die Bilder letzten Endes scheissegal sind. So sieht es jedenfalls der Fotograf Gerald von Foris, der hier zitiert wird. Schön, dass er sich trotzdem immer noch Mühe gibt, „einfach gute Fotos zu machen„; beruhigend auch, dass nicht nur er, sondern auch das leuchtende Vorbild aller Musikfotografen, Anton Corbijn, ganz gut davon leben können. Wahrscheinlich liegt das nur an den typischen Charaktereigenschaften, die man Musikern und Künstlern nachsagt: Selbstzentriertheit, Egomanie, Hedonismus, Eitelkeit 😉

Mit Mike Skinner hatte ich zehn Minuten. Der war nicht wirklich gut gelaunt und hatte gerade Hunger. Also sind wir raus und er hat sich was zu Essen besorgt. Ich weiß nicht mehr, wo er damals auf der Maximilianstraße die Currywurst mit Ei und Ketchup herbekommen hat. Aber das Licht war zufällig gut und ich hatte ein paar Essensfotos von ihm und das war´s dann schon.
Manche Fotografen gehen ja hin und sagen: „Hey, biet` mir was an! Spring hoch! Pose mal!“ Ich bin eher der Typ: „Stell dich mal hin. Ich bin gleich wieder weg.“
Bei Promotion-Fotos für Plattenfirmen ist es freilich anders. Da versucht jeder, etwas Besonderes zu machen. Eine zeitlang hat man zum Beispiel immer den Film gecrosst, so dass die Farben leicht verschoben waren. Das war natürlich Effekthascherei, aber die Bands stehen drauf, weil sie cool rüberkommen. Zusätzlich kannst du noch aufblitzen, den Hintergrund dunkel ziehen – lauter Effekte, die auf den zweiten Blick aber langweilen.

Quelle: Jetzt.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s