Geschichtliche Daten zur Fotografie

Die Fotografie kann bereits auf eine beachtliche Tradition zurückblicken, die lange vor der Digitalisierung begann. Damals wurde noch mit chemischen Lösungen experimentiert, um bildgebende Verfahren zu entwickeln. Wer sich nicht mehr so genau erinnert, findet hier einen kleinen Überblick (ohne Garantie auf Richtigkeit und Vollständigkeit):

  • 1727 Der Arzt Dr. Johann Heinrich SCHULZE stellt fest, daß sich Gegenstände mit Hilfe des Lichts auf einer Mischung aus Silbernitrat und weißer Kreide mit ihren Konturen abbilden. (1. kopiertes Lichtbild)
  • 1810 Der Physiker Thomas i. SEEBECK bildet auf Chlorsilberpapier erstmalig das farbige Sonnenspektrum ab.
  • 1816 Der Lithograph N. NIEPCE stellt die Heliographie vor. (Metallplatten mit lichtempfindlichen Asphaltschichten)
  • 1819 Der englische Chemiker und Astronom John Frederic HERSCHEL veröffentlicht seine Berichte über Natriumthiosulfat als Lösungsmittel (Fixage) für Halogensilber.
  • 1838 Der Maler Louis Jaques DAGUERRE erstellt auf der Grundlage der Heliographie von Niepce die ersten „Lichtbilder“.
  • 1839 Das Daguerreotypie-Verfahren (positive, seitenverkehrte Bilder als Unikate) wird am 19.8.1839 von der französischen Akademie der Wissenschaften vorgestellt, von der französischen Regierung angekauft und der Allgemeinheit zugänglich gemacht.
  • 1841 Der Engländer William Henry TALBOT erfindet das erste Negativ/Positiv-Verfahren, die Talbotypie.
  • 1845 Der schottische Maler Oktavius HILL gilt als Schöpfer der künstlerischen Portraitaufnahme, die er nach dem Talbotypie-Verfahren herstellte.
  • 1851 Der englische Chemiker Frederic Scott ARCHER veröffentlicht das nasse Kollodium-Emulsionsverfahren, das die Daguerreotypie und die Talbotypie ablöst.
  • 1861 James Clerk-Maxwell: additive Farbmischung mit drei gefilterten S/W-Fotos, die übereinander projeziert werden
  • 1862 Der Engländer C. RUSSEL veröffentlicht seinen Arbeitsbericht über die alkalische chemische Entwicklung. Sie ersetzt die physikalische Entwicklung (saure Reduktionsmittel und Silbernitrat)
  • 1866 Die Spanier MARTINUEZ-SANCHEZ und LAURENT stellen lichtempfindliche Emulsionen mit barytierter Papierunterlage her.
  • 1868 Der Erfinder und Pionier der Farbenfotografie Ducos du HAURON meldet ‚Die Prinzipien der Dreifarbenfotografie“ zum Patent an.
  • 1871 Der englische Arzt Dr. Richard MADDOX benutzt erstmals Gelatine als Suspensionsmittel: Er stellt die ersten Bromsilber-Gelatine-Diapositive auf Glas her.
  • 1873 Der deutsche Professor H.W. VOGEL entdeckt die optische Sensibilisierung, mit deren Hilfe die Farbempfindlichkeit der bis dahin verwendeten blauempfindlichen Emulsionen ausgedehnt werden kann.
  • 1880 Der Engländer A. ABNEY verwendet Hydrochinon als Entwicklungssubstanz.
  • 1887 Der amerikanische Geistliche Hannibal GOODWIN stellt mit Zelluloid als Schichtträger die ersten dünnen Negativbänder her.
  • 1888 erste Rollfilmkameras von Kodak
  • 1900—1918 Platten und Rollfilmkameras, z.B. Linhof Ganzmetallkamera, Klappreflexkamera Mentor von Goltz & Breutmann aus Dresden 1913
  • 1903: Empfindlichkeit von max. 16° Scheiner = 6 DIN
  • 1907 Die Firma Lumiere produziert Autochrome-Farbrasterplatten (mit Kartoffelstärke).
  • 1910 Dr. Rudolf FISCHER und Hans SIEGRIST erarbeiten die chromogene (= farbstoffbildende) Entwicklung von Mehrschichtenfarbfilmen.
  • 1924 Oskar BARNACK stellt erstmals seine bei Ernst Leitz in Wetzlar entwickelte Kleinbildkamera, die Leica, vor und eröffnet damit die Epoche der Kleinbildfotografie.
  • 1929 Zweiäugige Spiegelreflex  Rolleiflex
  • 1930 Wechselobjektive bei Leica C
  • 1932 gekuppelter Entfernungsmesser bei Leica II
  • 1935 Die amerikanische KODAK-Gesellschaft bringt den Kodachrome-Film auf der Grundlage der chromogenen Entwicklung in den Handel. Dieser muss allerdings in drei verschiedenen farbgebenden Entwicklern verarbeitet werden
  • 1936 erste einäugige Spiegelreflex Kine-Exacta Sensation auf der Leipziger Messe
  • 1936 Der Agfacolor-Mehrschichtenfarbfilm mit diffusionsfesten Farbstoffen und chromogener Entwicklung ist als Umkehrfilm auf dem Markt.Empfindliche Filme von AGFA durch Goldverbindung (bis 21 DIN).
  • 1940/41Die AGFA macht das Agfacolor-Negativ/Positiv-Verfahren der Öffentlichkeit zugänglich, sodass der Verbraucher selbst seine Filme verarbeiten kann.
  • 1963 Die Firma POLAROID stellt das Polacolor-Verfahren vor. Auf diesem Farbstoffmolekül-Diffusionsverfahren beruht die Sofortbildfotografie.

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