Blindfisch-Kamera: Nachträglich fokussieren mittels Lichtfeld

Der Spiegel-Artikel liest sich ein wenig schräg – und man könnte zunächst eine „Ente“ vermuten, zumal der Autor nicht allzu versiert wirkt. Vorgestellt wird eine sogenannte Lichtfeld-Kamera, die dank einer speziellen Streulinsentechnik in der Lage ist, die einfallenden Lichtstrahlen quasi plastisch zu belichten, statt sie in einer planen Ebene zu bündeln. Das somit abgebildete Lichtfeld kann dazu genutzt werden, um die Fotos im nachhinein, also zuhause am Computer nachträglich auf die relevanten Bereiche zu fokussieren. Wir sprechen hier aber nicht von Photoshop-Nachbearbeitungen wie „Unscharf maskieren“ oder „Gaussian Blur“, sondern einer tatsächlich wohl existierenden, verblüffenden Technologie, die allen Blindfischen helfen kann. Lytro heisst die Firma, die bald solche Kameras vermarkten will, und auf deren Seite man bereits anhand einiger Beispielbilder ausprobieren kann, wie zauberhaft es ist, Fotos nachträglich scharf zu stellen! Oh, und eine kleine Anmerkung noch für den Spiegel-Schreiberling: Der Autofokus moderner Kameras ist heute sicherlich schneller als die erfahrensten Fotoreporter – von „langsamem Autofokus“ kann keine Rede mehr sein. Und eine „zu geringe Brennweite“ führt in keinem Fall zu „verschwommenen Motiven“ – das Gegenteil ist der Fall: Kurze Brennweiten führen zu einer ausgesprochen großen Schärfentiefe und somit knackig-scharfen Motiven!

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