August-Sander-Feiertag in Köln

August Sander: Das Brühler Schlossquartet, um 1922 © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur –  August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014

August Sander: Das Brühler Schlossquartet, um 1922
© Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur –
August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2014

Der 18. Mai wird von der „SK Stiftung Kultur“ zum August-Sander-Feiertag ernannt – denn nach dem bedeutenden Fotografen aus Köln wird ein Park in der Stadt benannt. Über die derzeit laufende Ausstellung hatte ich kürzlich berichtet. Am 18.05. findet eine öffentliche Führung durch die Asstellung statt. Außerdem wird es Vorträge und ein Konzert geben. Hier der Pressetext zum 18. Mai:

August Sander (1876-1964) zählt zu den Wegbereitern der sachlich-dokumentarischen Photographie. Er führte ein Atelier in Köln-Lindenthal, bis er aufgrund der Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs die Stadt verlassen musste und in den Westerwald umzog. Sein mehrere Hundert Portraitphotographien umfassendes Kulturwerk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ machte ihn weltberühmt. Darin enthaltene Motive wie die „Jungbauern, 1914“ gehören zu den Klassikern der Photographiegeschichte.

Anlässlich des 50. Todestages des bedeutenden Photographen begeht die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur am Sonntag, 18. Mai den „Feiertag für August Sander“ zeitgleich mit dem Internationalen Museumstag und im Rahmen der laufenden Jubiläumsausstellung:

August Sander – Meisterwerke und Entdeckungen

Die Schau mit rund 350 originalen Exponaten gibt eine kaleidoskopische Sicht auf mehrere Themenbereiche, die Sander in einem Zeitraum von fünf Jahrzehnten bearbeitete. Sie bietet einen neuen, ungewöhnlichen Blick auf das Schaffen von August Sander. Die Ausstellung, die noch bis zum 3. August diesen Jahres zu sehen ist, stellt bekannte Themen in einen Gesamtkontext und macht damit bis dahin unbekannte Zusammenhänge sichtbar. Freie künstlerische Arbeiten werden neben Auftragsarbeiten, bekannte neben unbekannten Motiven gezeigt. Die unterschiedlichen Ausarbeitungen, vom Kontaktabzug über das gerahmte Bild für den Auftraggeber bis hin zum Abdruck im Buch, lassen die Wirkungsweisen von Bildern nachvollziehen. Viele der Arbeiten sind weltweit das erste Mal zu sehen.

Das Programm zum „Feiertag für August Sander“ startet um 12 Uhr mit der Einweihung des August-Sander-Parks auf der Grünfläche hinter dem Gebäude Im Mediapark 7. Daran schließt sich um 13.30 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung an. Um 15 Uhr findet der Vortrag: „Zur Werkgenese von August Sander“ von Gabriele Conrath-Scholl, Leiterin der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, statt. Um 16.30 Uhr wird eine Kuratorenführung durch die Ausstellung mit Rajka Knipper angeboten. Zu allen vorgenannten Veranstaltungen ist der Eintritt anlässlich des Museumstags frei. Den „Feiertag für August Sander“ schließt ein Konzert um 19 Uhr (Einführung um 18 Uhr) ab, das in Erinnerung an Komponisten, die August Sander porträtiert hat, konzipiert wurde. Der Eintritt in das Konzert beträgt 10 Euro.

Programmübersicht:

12 Uhr:
Einweihung August-Sander-Park
Die Grünfläche hinter dem Mediapark wird am Sonntag, 18. Mai um 12 Uhr in „August-Sander-Park“ benannt. An der öffentlichen Parkeinweihung, zu der alle Bürger herzlich eingeladen sind, nehmen Bezirksbürgermeister Andreas Hupke, der Geschäftsführer der SK Stiftung Kultur, Professor Hans-Georg Bögner und der Vorstandsvorsitzende der Fördergesellschaft der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Dr. Adolf Andörfer teil. Anlässlich des diesjährigen 50. Todestages des weltberühmten Photographen, der mehr als drei Jahrzehnte in Köln wirkte, hat die Bezirksvertretung Innenstadt einstimmig einen entsprechenden Beschluss gefasst.
Ort: Grünfläche hinter dem Gebäude Im Mediapark 7

13.30 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellung „August Sander: Meisterwerke und Entdeckungen“ mit Anja Hellhammer
Treffpunkt an der Ausstellungskasse 1.OG
Der Eintritt ist anlässlich des Internationalen Museumstages und Kultursonntages frei!

15:00 Uhr
Vortrag: „Zur Werkgenese von August Sander“
Mit Gabriele Conrath-Scholl, Leiterin der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur
Ort: Saal 1. OG
Der Eintritt ist anlässlich des Internationalen Museumstages und Kultursonntages frei!

16:30 Uhr
Kuratorenführung durch die Ausstellung „August Sander: Meisterwerke und Entdeckungen“
mit Rajka Knipper
Treffpunkt an der Ausstellungskasse 1.OG
Der Eintritt ist anlässlich des Internationalen Museumstages und Kultursonntages frei!

18 Uhr (Einführung), 19 Uhr (Konzertbeginn):
Konzert für August Sander
Mit David Johnson (Violine) und Thomas Palm (Piano)
Paul Hindemith: „Sonate in Es (1921), Op. 11, Nr. 1; Paul Scheinpflug: Heidesommernacht, Op. 13. II; Ernst Toch: Sonate, Op. 44 (1928); Hermann Unger: Walzer Nr. 2, Op. 72a (1936), aus: Drei Musizierstücke für Violine und Klavier; Richard Strauss: Sonate für Violine und Klavier, Op. 18 (1887)

Den „Feiertag für August Sander“ schließt ein Konzert ab, das in Erinnerung an Komponisten konzipiert wurde, die August Sander porträtiert hat.
Sander stellt mit seinen Bildern in demokratischer Weise ein großes, auch spannungsreiches Gesellschaftsspektrum dar, das viele politische und kulturelle Positionen einbezieht. Ähnlich vielfältig verhält es sich mit den Musikern und ihren Kompositionen dieser Zeit. Daran angelehnt wurden für das Konzert Kompositionen ausgewählt, die, was den Aufbau und die Abfolge anbelangt, einerseits in Bezug zu Sander und seinen Porträts stehen, andererseits einem musikalischen Aufbau folgen. Die der Komponisten und die Zusammenstellung ihrer Stücke werden in einer Einführung vor Beginn des Konzertes erläutert.

David Johnson (Violine) geb. in Yorkshire, England, studierte Geige bei Bronislaw Gimpel am Royal Northern College of Music in Manchester, bevor er mit einem Stipendium des DAAD nach Deutschland kam und sein Studium bei Lukas David und Tibor Varga an der Hochschule für Musik in Detmold fortsetzte. Hier wurde er Konzertmeister in Tibor Vargas bekanntem Kammerorchester. Seit 1980 ist er Mitglied im Gürzenich-Orchester der Stadt Köln und widmet sich darüber hinaus intensiv der Kammermusik. Er war u.a. langjähriges Mitglied im Märkl-Quartett, mit dem er bei vielen Konzertreisen im In- und Ausland auftrat und Rundfunk-Schallplatten- und CD Einspielungen aufnahm. Auch wirkte David Johnson bei verschiedenen internationalen Festivals mit. Mehrfach spielte er beispielsweise beim International Cello Encounter in Rio de Janeiro, einem Festival zur klassischen bis hin zur zeitgenössischen Musik. Darüber hinaus trat er als Solist mit Orchestern wie I Musici de Montréal oder dem Brazilian Symphony Orchestra auf.

Thomas Palm (Piano) ist in Aachen geboren und gilt heute als einer der gefragtesten Liedbegleiter und Kammermusiker seiner Generation. Sein Debut als Solist hatte er mit Poulencs Klavierkonzert in der Kölner Philharmonie. Bereits während seines Studiums in Köln war er Klavierpartner und Assistent in der Liedklasse Dietrich Fischer-Dieskaus und in der Violinklasse Max Rostals (1980-1984) und wurde vom Deutschen Musikrat für die Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ ausgesucht. Seither konzertiert Thomas Palm auf den bedeutenden Podien Europas, Süd- und Nordamerikas und des fernen Ostens. An der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule leitet er eine Klavierklasse. Über dreißig Einspielungen auf CD und nahezu hundert Rundfunkproduktionen dokumentieren das weitgespannte künstlerische Spektrum des Pianisten; zuletzt als CD-Produktion bei JPC/CPO die Ersteinspielung aller zehn Klaviertrios Georges Onslows und 2014 von Clara Schumann die Transkriptionen für Klavier solo über Lieder von Robert Schumann.
Eintritt: 10 Euro | Ort: Saal 1. OG, Kartenreservierungen: Tel. 0221/88895300, E-Mail: photographie@sk-skultur.de

Die Ausstellung „August Sander – Meisterwerke und Entdeckungen“ wird gefördert von der Kunststiftung NRW und der Sparkasse KölnBonn
Mit freundlicher Unterstützung der Kölnischen Rundschau

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln,
Tel.: 0221/888 95 300, photographie@sk-kultur.dewww.photographie-sk-kultur.de
Ausstellung geöffnet täglich außer mittwochs, 14 -19 Uhr, Eintritt: 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), montags freier Eintritt
Öffentliche Führungen jeden Sonntag um 15 Uhr (Kosten inkl. Eintritt: 6,50 Euro, erm. 4 Euro; Treffpunkt an der Ausstellungskasse)

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