Test: Panorama-Software

 

Panorama Rotmoosgletscher, Ötztal © Till Erdmenger – Businessfotos

Panorama Rotmoosgletscher, Ötztal © Till Erdmenger – Businessfotos

Die beeindruckende Bergkulisse verführte mich im Urlaub dazu, einige Panoramen zu fotografieren. Üblicherweise setze ich diese mit der Photomerge-Funktion von Photoshop zusammen. Das klappt normalerweise problemlos, obwohl ich manchmal die Bilder noch manuell etwas „strecken“ muss, um den visuellen Eindruck zu unterstützen. Bei der Bearbeitung der Bilder fiel mir diesmal auf, dass es im Himmelblau teilweise zu Farbabrissen und Kanten kommt. Verwunderlich und für mich technisch nicht unmittelbar erklärbar – vielleicht bin ich auch einfach zu pingelig. Ich habe also nach alternativer Software gesucht, die das besser macht. Auf Facebook war mir PanoramaStudio Pro empfohlen worden, zusätzlich installierte ich die Testversion von Autopano Pro. Der Freeware Hugin gab ich einen Versuch, ebenso der frisch heruntergeladenen Canon PhotoStitch-Version.

Letztere konnte ich jedoch nicht wirklich testen. Zunächst kann sie nur als Administrator installiert werden. Die Eingabe eines Admin-Passworts allein reicht nicht. Diese Klippe konnte ich noch umschiffen, indem ich in meinen Admin-Account wechselte. Die Software ist übersichtlich und einfach zu handhaben, allerdings speichert sie keine Daten. Tja. Versuchsweise habe ich mal ein Stündchen gewartet, der Speichern-Fortschritssbalken schreitet jedoch nicht voran und eine Datei erhalte ich nicht. Das Programm stürzt offenbar ab. Ebenso kurz fiel mein Vergnügen mit Hugin aus. Das Programm ordnete meine Bilder falsch, und ich hätte wohl erst einige Tage gebraucht, um mir die Funktionsweise des Programms im Allgemeinen anzueignen. Die Unübersichtlichkeit ist kaum zu toppen.

Autopano wirkt dagegen übersichtlich und intuitiv. Die Panorama-Erstellung funktionierte schnell und einfach. Meine Kontrolle der Datei zeigte, dass die Bildfehler im Himmel zwar nicht streifenförmig wie bei Photoshop ausfallen, wohl aber „wolkenartige“ Verfärbungen zu erkennen sind. Zudem war dieses viel gelobte Programm das einzige, welches mir in der vollautomatischen Erstellung eines Panoramas Geisterbilder produzierte. Danke. Ein schlecht funktionierendes Programm muss ich nicht kaufen, um damit ein anderes schlecht funktionierendes Programm zu ersetzen.

PanoramaStudio Pro funktionierte ebenso leicht und selbsterklärend, allerdings waren hier die Störstreifen noch deutlicher zu erkennen als im Photoshop-Bild. Ich bin ein wenig ratlos. Vorübergehend sehe ich als einzige Lösung die Möglichkeit, die Bildfehler zu retouchieren. Eine Übersicht mit etlichen weiteren Apps habe ich hier gefunden – und überlege, wann ich die Zeit habe, das alles zu probieren. Mal sehen …

Bildfehler bei der Panorama-Erstellung mit Photoshop CS3 und der Photomerge-Funktion. Diese Kanten habe ich durch eine Einstellungsebene mit Kontrasterhöhung sichtbar gemacht. Sie fallen in der normalen Bearbeitung und in 100%-Ansicht kaum auf, aber ich bin da ein bisschen perfektionistisch …

Bildfehler bei der Panorama-Erstellung mit Photoshop CS3 und der Photomerge-Funktion. Diese Kanten habe ich durch eine Einstellungsebene mit Kontrasterhöhung sichtbar gemacht. Sie fallen in der normalen Bearbeitung und in 100%-Ansicht kaum auf, aber ich bin da ein bisschen perfektionistisch …

PanoramaStudio Pro erzeugt ebenfalls solche Farbabrisse im Himmelsblau – nur die Ausprägung unterscheidet sich vom Photoshop-Resultat

PanoramaStudio Pro erzeugt ebenfalls solche Farbabrisse im Himmelsblau – nur die Ausprägung unterscheidet sich vom Photoshop-Resultat

Das Ergebnis von Autopano Pro enthält ebenfalls Bildfehler. Hier sind zwar keine Streifen und Kanten, wohl aber wolkenartige Verfärbungen zu erkennen

Das Ergebnis von Autopano Pro enthält ebenfalls Bildfehler. Hier sind zwar keine Streifen und Kanten, wohl aber wolkenartige Verfärbungen zu erkennen

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