3 Tipps: Fotos für Social Media optimieren

Nachdem ich gestern in einem Tweet erwähnte, dass man Fotos in den Farbraum sRGB konvertieren sollte, wenn man sie im Internet benutzt, ging mir das Thema nicht aus dem Kopf. Es gehört ja noch eine Menge anderer Faktoren dazu, damit Fotos vernünftig auf Facebook oder Google+ dargestellt werden. Von Motiv, Ausschnitt und Belichtung einmal abgesehen, zählen dazu die genauen Pixelmasse des Fotos, die Schärfe und letztlich die Dateigröße.

  1. Masse des Fotos in Pixeln: Auf diesem Blog werden Fotos mit 624 Pixeln Breite dargestellt. Wenn ich ein Foto mit einer abweichenden Breite hochlade, muss WordPress mittels interner Algorithmen das Foto so umrechnen, dass es dennoch mit 624px dargestellt wird. Dass klappt nie so sauber und gut, wie mit Photoshop – im Ergebnis wirkt das dargestellte Foto unscharf. Dieses Problem betrifft alle Internetseiten, die Bilder in einem bestimmten Raster darstellen, so auch Facebook, Twitter oder Google+. Die Masse werden immer wieder einmal geändert, was das ganze schwierig macht. Einen aktuellen Überblick liefert dieses Cheat Sheet. Versuchen Sie – so gut es geht – Ihre Fotos auf die entsprechenden Pixelmasse umzurechnen und dedizierte Versionen für die einzelnen Seiten zu generieren
  2. Bildschärfe: Wird ein Foto kleiner gerechnet, um es im Internet zu zeigen, verliert es reale Pixel, also Details und damit Schärfe. Daher ist es ratsam, das Bild nach der Verkleinerung zu schärfen. Zu diesem Thema gehen die Meinungen sicherlich sehr weit auseinander und es gibt unzählige Varianten, um zum besten Ergebnis zu kommen. Man kann ein einfaches Schärfe-Filter verwenden, die Unschärfe maskieren oder z.B. eine Hochpass-gefilterte Ebene verwenden. Auch Lightroom bietet das automatische Schärfen von verkleinert exportierten Daten. Im oben verlinkten Video erklärt Michael Woloszynowicz detailliert, wie er Fotos mit Photoshop verkleinert, schärft und gegebenenfalls noch Textur hinzufügt. Das führt zu Punkt …
  3. Dateigröße: Wir besitzen zwar heute die schnellsten Computer und irrwitzige Übertragungsraten im Internet, die Flut an Bildern, Videos und animierter Werbung führt das alles jedoch ad absurdum. Gefühlt ist das Internet heute nicht schneller als vor Jahren. Umgekehrt zählt also noch immer die Maxime, die übertragenen Daten möglichst klein zu halten, um sie dem Betrachter zu liefern, bevor der die Geduld verliert. Photoshop kann schon ewig „Save for Web“ und auch mit Lightroom gelingen hervorragende JPEGs mit 60—80% Qualität. Im Video wird allerdings auch JPEGmini erwähnt, eine App, von der mir vor kurzem ein Freund erzählte. Ich war also neugierig und habe die Software „getestet“. Das von mir aus Lightroom exportierte JPEG hat eine Dateigröße von 8,5MB, die von JPEGmini neu berechnete Datei nur noch 3,8MB. Erstaunlich dabei ist, dass die Datei dem prüfenden Blick bei 100%-Darstellung standhält – es sind visuell keine Beeinträchtigungen zu erkennen. Sämtliche Metadaten (EXIF und IPTC) bleiben erhalten, ebenso der Hinweis auf den Farbraum. Ich finde das höchst erstaunlich und werde die App mal eine zeitlang für meine Social-Media-Fotos einsetzen. Abraten würde ich allerdings meinem Freund von seinem Plan, mittels dieses Programms seine gesamte Fotosammlung blindlings einzudampfen. Das wäre so, als hätte man früher seine Negative weggeworfen und nur die 9×13 Drogeriemarkt-Abzüge behalten. Und ehrlich: Festplattenplatz kostet heutzutage so wenig, dass es wenig ausmacht, ob die Bildersammlung nun 200GB oder nur 80GB groß ist … da sollte man lieber mal die vielen unnützen, unscharfen und schlechten Fotos aussortieren und löschen😉
Liebling, ich habe die Bilder geschrumpft …

Liebling, ich habe die Bilder geschrumpft …

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