Chicago © Till Erdmenger – Businessfotos

Ganz ehrliche Manipulation

Anlässlich der jüngsten Diskussionen um Sparten-Sieger des World-Press-Photo-Contests (Szenen sollen gestellt und andernorts fotografiert worden sein) kramt das fotoMagazin eine Kolumne von Manfred Zollner aus der Zeit hervor, als vor 2 Jahren schon einmal (und nicht das erste mal) die Authentizität eines prämierten Pressefotos angezweifelt wurde. Man kann ihm nur beipflichten: Mittels Bildausschnitt, Perspektive und Technik „manipuliert“ jeder Fotograf seine Fotos – üblicherweise wird das allerdings als künstlerischer (oder zumindest kreativer) Schöpfungsprozess angesehen und vom Bildschaffenden auch so erwartet. Es ist der unmittelbare Grund dafür, dass Fotos gefallen, fesseln und eine Situation transportieren können.

Man kann die wieder aufgeflammte Debatte über unehrliche Reportagefotos in der „Lügenpresse“ aber noch anders deuten: Als Suche nach Orientierung, ein bisschen Ehrlichkeit, nach dem Echten, Originalen in dieser Welt voller Täuschungen und falschen Versprechen. Das klingt romantisch, verwundert aber nicht. Es steckt mehr dahinter als die Sensationslust an unretouchierten Fotos einer faltigen Cindy Crawford. Kunden möchten einfach nicht beschissen werden. Auch Ihre nicht – und aus diesem Grund empfehle ich ganz eindeutig authentische Unternehmensfotos, die tatsächlich Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter zeigen. Das ist meine ganz ehrliche Art, Ihre Marketingentscheidung zu manipulieren😉

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