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Das ewige Streben nach Selbstorganisation 3: Passwort-Manager

Ja, Teil des Hosentaschen-Büros ist natürlich auch der gute, alte Passwort-Manager. Nach der Aufgaben-Liste und dem Kalender kommt heute der 3. Teil meiner Reihe über die Selbstorganisation. Ich sag immer gern: „Sogar mein Toaster hat heutzutage einen PIN-Code“ – Sie wissen schon, was ich meine. Die kann man sich nicht alle merken, man kann genausowenig immer dasselbe Passwort benutzen oder auf die unzähligen Log-In´s verzichten, die einem überall begegnen. Also habe ich schon in seligen Palm-Zeiten (erinnert sich jemand?) ein Passwort-Programm benutzt, nämlich SplashID. Das gabs schon vor über 10 Jahren und ich habe es bis vor 1, 2 Jahren gerne benutzt, mittlerweile auf dem iPhone und dem Mac. Leider gefällt mir die Lizenzpolitik des Herstellers zunehmend weniger. Für die diversen Upgrades und Crossgrades habe ich immer wieder bezahlt, für die zusätzlichen Features ebenso, für die Desktop-Version auch, und, und, und. Dann fiel den Leutchen ein, dass Sie die WLAN-Funktion zum Synchronisieren wieder abschaffen könnten, ein Feature, für das ich bezahlt hatte. Fortan gab es nur noch Cloud-Sync, für den ich nach bitterböser Korrespondenz eine kostenlose Jahreslizenz erhalten habe. Dennoch: Ich sehe nicht ein, noch mehr Geld in dieses Programm zu investieren, zumal es auch ein paar nervige Bugs hat. Beispielsweise im gesperrten Zustand das zuletzt aufgerufene Passwort dennoch im Klartext anzuzeigen. Auch nach einem halben Jahr E-Mail-Verkehr mit den Entwicklern sah dort niemand die Notwendigkeit, mein Anliegen ernst zu nehmen. OK, sie merken, SplashID ist nichts für Sie – jedenfalls nach meiner Erfahrung.

Mit dem Ersatz war das allerdings so eine Sache: Die Entsperrung mittels Touch-ID war schon auf meiner Liste der notwendigen Features. Reibungsloser, automatischer Sync über WLAN oder iCloud ebenfalls. Es musste eine iApp sein, für die es ein OSX-Pendant gibt, welches in der Lage sein musste, Daten aus SplashID zu importieren. Das waren so die Eckpfeiler. Ich bin natürlich zuerst über 1Password gestolpert, dem Quasi-Monopolisten. Der Preis ist abschreckend hoch: rund 50,- € für die Desktop-App. Die iOS-Variante hatte ich mal gratis laden können, ansonsten wären dafür nochmals Kosten angefallen. ABER: die importierten Daten aus SplashID wurden allesamt als „geheime Notizen“ kategorisiert, d.h. die einzelnen Datenbankfelder nicht mit denen in 1Password koordiniert, sondern einfach alle alten Daten in ein großes Textfeld geschrieben. Auch eine Neu-Kategorisierung der Importe gelang nicht. Ich hätte also sämtliche Daten manuell neu eingeben müssen. Dafür finde ich 50,- € eindeutig zu viel verlangt. Glücklicherweise konnte ich die App im App-Store zurückgeben und habe mein Geld zurückerhalten.

Schließlich bin ich bei der App „Enpass“ gelandet. Die iOS-Version kostet 10,- € und verspricht eine lebenslange Lizenz. Die Desktop-Variante ist kostenfrei beim Programmierer zu haben. Das ist günstig und vielversprechend. Der Import klappte zum überwiegenden Teil gut. Alle Datensätze sind inklusive der einzelnen Datenbank-Felder übernommen worden und editierbar. Ich kann Einträge in andere Kategorien verschieben und zusätzlich in thematischen Ordnern sammeln. Der Passwort-Generator funktioniert perfekt, das Programm kann per Touch-ID entsperrt werden und die Synchronisation über iCloud (andere Cloud-Dienste und WLAN sind ebenfalls möglich) klappte perfekt! Zum Punkt Import: Bei einzelnen Einträgen fehlten Datenbankfelder oder es waren kryptische neue ergänzt worden. Einige wenige Einträge fehlten komplett. Ich musste also trotzdem nochmals manuell alles prüfen und konnte dabei die Daten gleich bereinigen. Alle alten Palm-Passwörter habe ich gelöscht, z.B. das von SplashID.

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