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Im Test: Fotobuch von „Bind it“

Vor einem guten Jahr habe ich hier über die schöne Möglichkeit geschrieben, ein ansprechendes Fotobuch als Marketingwerkzeug einzusetzen. An diesem Tipp hat sich nichts geändert: Wenn Sie wunderbare Unternehmensfotos haben, sollten Sie sie auch zeigen – als Fotobuch z.B. im Wartebereich für Kunden oder Geschäftspartner. Oder als kleines Weihnachtspräsent für Ihre besten Mitarbeiter. Ich konnte im Sommer 2014 den Anbieter „Saal Digital“ ausführlich und kostenlos testen. Nun erhielt ich die überaus freundliche Gelegenheit, einen weiteren Anbieter von Fotobüchern, „Bind it“ aus Hamburg, kostenfrei zu testen. Meinen ganz herzlichen Dank an dieser Stelle! „Bind it“ oder auch „Bindit“ (so ganz kohärent ist die Website da nicht) macht Werbung mit „50 Jahren Buchbindertradition“ und nennt sich selbstbewusst die „Fotobuchmanufaktur“. Ob die dadurch geweckten Erwartungen eingelöst werden, dazu komme ich später.

Anders als viele andere Fotobuch-Produzenten bietet „Bind in“ derzeit keine eigene Software an, sondern hat einen leicht verständlichen Online-Editor am Start, mit dem man bequem sein Fotobuch gestalten kann. Hier läuft alles sehr schön flüssig, denn es werden zunächst lediglich Vorschauversionen der eigenen Bilder hochgeladen. Wenn das Buch fertig gestaltet ist, lädt man die benötigten Fotos in voller Auflösung hoch. Das alles funktioniert unkompliziert und schnell und ist zudem in mehreren Videos gut dokumentiert.

Die Gestaltung funktioniert intuitiv mit den vom Editor vorgeschlagenen Seiten-Templates. So ist stets ein sauberes und ästhetisches Layout gewährleistet – schräggestellte Fotos sucht man hier ebenso vergeblich, wie zuckergesüßte Bilderrahmen oder Bildbeschriftungen im unsäglichen Comic-Stil. Mutig und sehr gut! Hier allerdings gibt es auch einen großen Nachteil, der mir aufgefallen ist: Mit der Änderung des Templates werden die Fotos neu auf der Doppelseite angeordnet. Man hat als Benutzer jedoch keinen Einfluss darauf, wo welches Bild platziert wird. Hält ein Template ein Layout für ein großes und 3 kleine Bilder bereit, ist es ein pures Lotteriespiel, welches der auf die Seite gezogenen Fotos groß und welche klein dargestellt werden. Hier fehlt meines Erachtens die Möglichkeit, Fotos zwischen den festgelegten Rahmen einer Seite tauschen zu können!

Ebenso wie „Saal Digital“ akzeptiert auch „Bind it“ nur JPEGs im sRGB-Farbraum. Da dieser Farbraum deutlich kleiner ist als beispielsweise AdobeRGB, habe ich als Profi natürlich immer etwas Sorge um Farbverläufe – z.B. im Himmelsblau. Worüber ich mich hingegen freue, ist die Möglichkeit, ein komplett selbst und frei gestaltetes Fotobuch als PDF-Datei hochladen und drucken lassen zu können. An dieser Stelle – nebenbei – ein Link zur Macwelt, die über die Gestaltung und „Fremdbestellung“ von Fotobüchern mit Apples „Fotos“-App berichtet. Ich würde für die freie Gestaltung auch Lightroom oder InDesign in Betracht ziehen.

Das fertige Buch hielt ich, wie versprochen, nach 8 Tagen in der Hand. Es macht mit der hochwertigen Kassette und dem Leineneinband einen hochwertigen und edlen Eindruck, der geprägte Titel sieht chic aus. Auch das Buch selbst ist perfekt verarbeitet und sehr gut gedruckt bzw. ausbelichtet. Ich habe für den Test ein privates Projekt realisiert, ein Buch über mein neues Zuhause im Wandel von über 100 Jahren mit besonderem Schwerpunkt auf den Sanierungsarbeiten im ersten Halbjahr 2015. Dabei habe ich etliche Scans alter Fotos und Dias sowie auch iPhone-Bildchen verwendet, die im Druck dennoch mit hervorragender Farbtreue und Detailreichtum überzeugen können. Jedem, der ein besonders hochwertiges Fotobuch gestalten möchte, kann ich diesen Anbieter umfänglich empfehlen! Auch meine Kunden werde ich in Zukunft verstärkt auf diese schöne Präsentationsmöglichkeit von Unternehmensfotos hinweisen.

2 Gedanken zu „Im Test: Fotobuch von „Bind it“

  1. Pingback: Die besten Beiträge des Jahres 2015 | Till Erdmenger – Businessfotos | Blog

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