Ein persönlicher Photokina-Rückblick

Es ist ein paar Jahre her, seit ich das letzte mal auf der Photokina war. Dieses Jahr hatte ich jedoch keine Ausrede mehr – bei nur noch 17 Minuten Anreise. Ja, es war sehr interessant, es war eine tolle Messe! Und ich möchte ein paar ganz persönliche Eindrücke mit Ihnen teilen:

  • Ich habe einige tolle Fach-Vorträge gehört, z.B. vom Rechtsanwalt Deubelli oder der Fotografen-Beraterin Fr. Güldner. Deren Gedanken boten ein paar bemerkenswerte Anregungen zu Themen wie Lizenzierung für Social Media, Nachverfolgung von Urheberrechtsmißbräuchen oder Nutzungsrechten im Alltag.
  • Es waren unglaublich viele asiatische Firmen auf der Messe vertreten, die Blitzlicht und Dauerlicht anboten. Von vielen dieser Marken hatte ich noch nie gehört – entsprechend schwierig war für mich die Qualität dieser Produkte einzuschätzen. Zu allem Unglück gesellten sich noch sprachliche wie fachliche Barrieren hinzu, schade („What is Aperture?“).
  • Seit etlicher Zeit hatte sich bei mir der Wunsch nach einer spiegellosen Systemkamera eingestellt, man nennt es auch „gear acquisition syndrom“. Nachdem ich nun erstmals Fujis XPro2 und Sonys Alphas in die Hand nehmen konnte, stellte ich erleichtert fest: Das sind bestimmt tolle Werkzeuge, aber sie sind auch ganz schöne Klopper. Längst nicht so klein und kompakt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Schon gar nicht mit professionellen Objektiven vorne dran.
  • Die Entwicklung immer besserer Profi-Kameras finde ich dennoch höchst erfreulich: Geräte wie die Hasselblad XD1 oder die Fuji GFX mit „Mittelformat“-Sensoren sind spannend und werden es Profis schon bald ermöglichen, auch jenseits der Studiofotografie ungeahnte Qualität liefern zu können (obwohl ich angesichts der Sensor-Maße von rund 32x43mm den Vergleich zum Mittelformat, klassisch ab 4,5×6 bzw. 6×6, schon vollmundig finde 😉
  • Von den ausgestellten Fotos beeindruckten die UNICEF-Bilder des Jahres am meisten. Da mußte ich schon schlucken und stellte mal wieder fest, dass es eine der wichtigsten und ehrenvollsten Aufgaben der Fotografie ist, auf die Missstände dieser Welt aufmerksam zu machen.
  • Die analoge Fotografie lebt. Das erkennt man nicht nur an Magazinen wie „PhotoKlassik“ und Enthusiasten wie der Firma Adox mit ihren faszinierenden Schwarzweißfilmen, sondern auch an den hochprofessionellen Foto-Finishern. Sei es Ilford mit speziellen Papieren, WhiteWall oder Saal Digital mit erstklassigen Vergrößerungen und innovativen Oberflächen (z.B. gebürstetes Alu): Der Spaß an Bildern, die man in die Hand nehmen kann, ist spürbar vorhanden. Schön!
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Über Till Erdmenger – Businessfotos

Till Erdmenger ist seit 1996 als Profifotograf tätig. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich Businessfotos – unter anderem für Kunden wie ISS Facility Services, Merck Serono, Kaufhof, Porsche, Volkswagen oder den Marburger Bund. Die Kompetenz von Till Erdmenger liegt in der Unternehmensfotografie, zu der neben professionellen Businessportraits vor allem Imagefotos für die Unternehmenskommunikation und die Dokumentation von Firmenveranstaltungen zählen. Till Erdmenger bietet seine Businessfotos neben kleinen und mittelständischen Unternehmen gezielt auch Kliniken, Ärzten und Zahnärzten an.

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