August-Sander-Preis: Nachwuchsförderung für die Portraitphotographie

Michele Borzoni: aus der Serie „Workers byout“, 2017; © Michele Borzoni/TerraProject – mit freundlicher Genehmigung der SK Stiftung Kultur

Die SK Stiftung Kultur hat den ersten Nachwuchspreis für Portraitphotographie, den August-Sander-Preis, ausgelobt. Mit dabei – neben spannenden Portraits – auch echte, authentische Arbeiterfotos. Klasse! Die SK Stiftung Kultur schreibt dazu:

Die Resonanz auf die erste Ausschreibung des von Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach gestifteten August-Sander-Preises für Porträtphotographie ist erfreulich groß gewesen: Über 160 Einsendungen von Künstler/-innen bis 40 Jahre aus dem In- und Ausland sind bei der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur eingegangen. Über Europa hinaus nahmen Interessierte etwa aus Amerika, Brasilien und dem Iran teil. Nach intensiven Diskussionen hat die Jury acht Werkrei

hen ausgewählt, aus denen der Preisträger/die Preisträgerin hervorgehen wird:

  • Hieronymus Ahrens (Deutschland): „City for the Blind“, 2016–2017
  • Michele Borzoni (Italien): „Workers Buyout“, 2017
  • Snezhana von Büdingen (Russland/Deutschland): „Begegnung mit Sofie“, 2017–2018
  • Dan Hirsch (Israel/Deutschland): „My Life as a Man“, seit 2009
  • Paul Kranzler (Österreich): „Syndicate 18 / Youth Portraits“, 1993–2013
  • Masixole Ncevu (Südafrika): „Isolation“, 2017
  • Francesco Neri (Italien): „Farmers“, 2016–2018
  • Nelli Palomäki (Finnland): „Shared“, seit 2016

„Die unterschiedlichen thematischen Ausrichtungen der eingereichten Konvolute haben zeitaktuelle Fragestellungen politischer und gesellschaftlicher Natur erörtert, Lebensentwürfe und biographische Episoden zum Ausdruck gebracht sowie medienreflexive Bereiche ausgelotet – dies alles nicht zuletzt in einer weitgehend hohen künstlerischen Qualität“, so befand das Auswahlgremium, bestehend aus Dr. Anja Bartenbach (Stifterfamilie), Gabriele Conrath-Scholl (Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur), Hans Eijkelboom (Künstler), Prof. Dr. Ursula Frohne (Universität Münster) und Dr. Gabriele Hofer-Hagenauer (Landesgalerie Linz / Oberösterreichisches Landesmuseum).
Am 24. April wird bekanntgegeben, wer gewonnen hat. Die feierliche Preisverleihung findet am 6. September im Rahmen der Ausstellungseröffnung „August Sander: Meisterwerke – Photographien aus Menschen des 20. Jahrhunderts“ in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln statt.

Mit dem August-Sander-Preis, der fortan alle zwei Jahre ausgelobt werden soll, verbindet sich die Idee, junge zeitgenössische künstlerische Ansätze im Sinne der sachlich-konzeptuellen Photographie zu fördern. Die Namensgebung des Preises erklärt sich dadurch, dass Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur mit dem August Sander Archiv das weltweit größte Konvolut mit originalen Werken August Sanders (1876–1964) besitzt. Vor dem Hintergrund der bedeutenden Porträtphotographien von August Sander sollen sich die Bewerber/-innen vorrangig auf das Thema des menschlichen Porträts beziehen.

(Pressemeldung)

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