Archiv des Autors: Till Erdmenger – Businessfotos

Über Till Erdmenger – Businessfotos

Till Erdmenger ist seit 1996 als Profifotograf tätig. Sein Schwerpunkt liegt im Bereich Businessfotos – unter anderem für Kunden wie ISS Facility Services, Merck Serono, Kaufhof, Porsche, Volkswagen oder den Marburger Bund. Die Kompetenz von Till Erdmenger liegt in der Unternehmensfotografie, zu der neben professionellen Businessportraits vor allem Imagefotos für die Unternehmenskommunikation und die Dokumentation von Firmenveranstaltungen zählen. Till Erdmenger bietet seine Businessfotos neben kleinen und mittelständischen Unternehmen gezielt auch Kliniken, Ärzten und Zahnärzten an.

Ein seltenes Fachgebiet: Medizinfotografie

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Medizinfotografie im Operations-Saal © Till Erdmenger – Businessfotos

Wenn ich erzähle, dass ich mich mit meiner Unternehmensfotografie vor allem an Kliniken und Ärzte bzw. Zahnärzte wende, meine ich damit heute vor allem Imagefotos – Bilder, die einen werblichen Charakter haben. Ich habe eine Zeit lang aber auch faszinierende Erfahrungen im Bereich der (wissenschaftlichen) Medizinfotografie gesammelt, die mir heute noch zugute kommen. Damit meine ich Fotos, die live während echter Operationen entstanden. Keine leichten Arbeitsbedingungen: Eingepackt in einen OP-Kittel, penibler Abstand von allen sterilen Bereichen, teilweise extreme Nahaufnahmen vom blutigen Operationsfeld, von der Leiter aus über die Schulter des Chirurgen fotografieren – direkt unterhalb der extrem heißen OP-Lampen. Meine Affinität zur Businessfotografie für Kliniken, Arztpraxen und Krankenhäuser liegt in diesen Erfahrungen begründet – und ich fotografiere noch heute gerne „minimal-invasiv“. Die Seite Fstoppers hat aktuell übrigens einen interessanten Artikel über den Medizinfotografen Eneil Simpson veröffentlicht und inspirierte mich zu diesem Artikel 😉

Scheitern Fotografen wirklich an ihrem Enthusiasmus?

Vor wenigen Tagen schrieb Don Giannatti auf Petapixel einen interessanten Artikel, der erklärt, warum Fotografen scheitern. Ich finde die Vermutungen, die Don notiert hat, vordergründig einleuchtend – sehe zum Teil aber deutlichen Klärungsbedarf. Deshalb will ich die Thesen gerne selbst ausleuchten und hier zur Diskussion stellen – und versuche, das Thema dabei aus der Perspektive meiner Kunden zu betrachten:

Seniore Giannatti stellt im Grunde den Widerspruch zwischen den nüchternen Anforderungen eines Bildnutzers („Das Foto muss funktionieren“) und der enthusiastischen, kritiklosen Foto-Verliebtheit vieler Fotografen gegenüber. Im Einzelnen:

  1. Fotografen stöhnten darüber, das heutzutage jeder fotografieren könne
  2. Fotografen erfreuten sich mehr an Ihrem Equipment als an guten Fotos
  3. Fotografen fürchteten und verachteten jeden Kollegen, der seinen Erfolg nicht genauso beschwerlich verdient hat wie sie selbst
  4. Damit verbunden, spotteten Fotografen über Neulinge auf ihrem Gebiet
  5. Fotografen beschäftigten sich zu sehr mit der Selbstdarstellung und zu wenig mit den Anforderungen ihrer Kunden

Mit einigen Punkten mag er Recht haben – Sie als Kunde haben natürlich die volle Aufmerksamkeit ihres Fotografen verdient! Fotos, die Sie in Auftrag geben, müssen Ihren (kaufmännischen) Erwartungen entsprechen und Ihr Unternehmen von seiner besten Seite zeigen, sie sollen echt und ungestellt, emotional und wirkungsvoll sein. Sie erwarten, dass ein Dienstleister/Künstler sich für Sie interessiert, anstatt von seiner Kamera zu schwärmen oder Kollegen schlecht zu reden. Ich bin aber – im Gegensatz zu Don Giannatti – davon überzeugt, dass es genau dafür, für diese packenden und funktionierenden Fotos einen professionellen Fotografen braucht, der seine Arbeit liebt! Wie könnte er ohne Liebe Emotionen in seine Bilder verpacken? Wie sollte er ohne Erfahrungen und Kenntnis seiner Gerätschaften verlässlich reproduzierbare, beabsichtigte Bildergebnisse erzielen statt zufälliger oder computergefilterter Bildchen? Wie sollte sich ein Fotograf als Künstler positionieren können, wenn er sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen dürfte?

Spott und Verachtung scheiden allein aus Gründen der Höflichkeit aus; dass jedoch ein Fotograf die Vorteile seiner Leistung hervorhebt und anpreist, um Sie als Auftraggeber zu überzeugen, das sollte selbstverständlich sein. Nicht jede Dienstleistung muss hingebungsvoll geklempnert werden, aber wenn es um die Darstellung Ihres Unternehmens, um Ihr Image geht, bin ich sicher, dass lieblose Knipsbilder nicht funktionieren können. Ich bin gespannt darauf, wie Sie das sehen – lassen Sie es mich wissen!

Joblog: Website für Dr. Rancsó | Implantat-Info

Im Rahmen meiner Tätigkeit für Arztpraxen biete ich auch die Gestaltung von Websites an – in diesem Fall allerdings unabhängig vom Thema Unternehmens-Fotografie. Für die Praxis von Dr. Rancsó in Berlin habe ich auf vorhandenes Bildmaterial zurückgegriffen, und auch gestalterisch auf ein Konzept, dass ich bereits für die Website von Dr. Terhorst (www.drterhorst.de) eingesetzt hatte. Nicht ohne Grund, denn dieses Layout kam bei vielen Kunden besonders gut an. Für Dr. Rancsó habe ich zunächst eine ganz schlanke Website programmiert, die jetzt sukzessive um einige weitere Seiten ausgebaut werden soll. Haben Sie auch Interesse an einer professionellen Website für Ihre Praxis? Dann schreiben Sie mir unter businessfotos@erdmenger.de!

Kleine Erinnerung: Namensnennung ist Urheberrecht, nicht Werbung!

Aus leider mal wieder gegebenem Anlass eine kleine Erinnerung an alle Geschäftspartner, Kollegen und Leser: Die Nennung des Fotografen bei – lizenzierter – Veröffentlichung professionell angefertigter Fotos ist kein frommer Wunsch des Fotografen und keine freiwillige Werbung des Bild-Nutzers, der sich damit von der Verpflichtung zur Zahlung einer angemessenen Vergütung freikauft. Sondern geltendes Recht – Urheberpersönlichkeitsrecht. Übrigens in vom Fotografen frei gewählter Form, beispielsweise als Internetadresse. Lesen Sie es bitte nach, wenn Sie es nicht glauben wollen. Der bundesdeutsche Justizminister Maas hat kürzlich – wenn auch in anderem Zusammenhang – daran erinnert, dass die Forderung, sich an Recht und Gesetze zu halten, keine Zensur darstelle. Das finde ich ermutigend: Nicht, wer auf (s)ein Recht pocht, sollte schief angesehen werden, sondern derjenige, der sich selbstgerecht das Überschreiten von Regeln und Gesetzen anmaßt.

Tun Sie mir den Gefallen und sparen Sie sich zukünftig die Zeit für Zeilen wie diese: „[…] Deshalb auch das Angebot, dass wir die Quelle mit Kontaktdaten veroeffentlichen und somit fuer Sie werben.“ Geht gar nicht.

Shabby Chic

In der ZEIT vom 4. Mai fand sich ein bemerkenswerter Artikel mit dem Titel „Abgewetzt und schön verschrammt“, in dem es um die Beobachtung geht, dass echte Antiquitäten einen rasanten Preisverfall erleben, während es gleichzeitig zum bohemian Lifestyle zählt, sich im „shabby Chic“ einzurichten. Diese neue Art des Historismus, der hier als Kontemporismus bezeichnet wird, zeichne sich vor allem durch den Drang nach unvorbelasteter, geschichtsloser Selbstbestimmtheit aus.

In dieser durchaus philosophischen Betrachtung unserer Epoche finde ich einige Details, die mir aus der Fotowelt bekannt vorkommen. Authentizität, Liebe zum Detail, das (auch in zeitlicher Hinsicht) Schwelgen in handwerklicher Raffinesse – all das, was man vereinfacht mit der „guten alten Zeit“ verbindet, findet sich heute eben nicht mehr. Es zählt nichts mehr, weil es zu aufwändig, zu zeitintensiv, zu aufmerksamkeitsfordernd, zu mühevoll und zu teuer ist. Es würde bedeuten, Geduld zu haben. Geduld, Kompetenz und Zeitautonomie – das scheint unzeitgemäß geworden zu sein und deshalb verkaufen sich die „ready-made“ Möbel genauso gut wie Instagram-Filter. Mich wundert das überhaupt nicht, denn wir führen ein derart digitalisiertes Leben, das optimiert, gestreamlined und clean ist, dass es gradezu notwendig erscheint, hier und da ein wenig abgeblätterte Farbe anzubringen. Und wenn man die schon fix und fertig kaufen kann, Bitteschön. Die Realität ist ja vielfach auch zu schrecklich, um sich mit ihr abgeben zu wollen. Authentizität in Form von Terrorismus, Populismus und Migranten wollen wir lieber nicht in echt erleben. Es ist viel schmerzfreier, ein wenig Patina aufzupinseln. Leider verstellt das gehörig den Blick. Dass das Leben Mühe bereitet, blenden wir auf diese Weise sauber aus und verlieren leicht die Einsicht, dass Engagement und Einsatz notwendig und lohnend sind und Respekt verdienen. Sei es in sozialer, politischer oder ganz banal in fotografischer, gestalterischer Hinsicht.

Joblog: Auszeichnung für ISS Facility Services

Mein Kunde ISS Facility Services ist von der WirtschaftsWoche als „bester Mittelstandsdienstleister“ des Jahres ausgezeichnet worden – und meldet das natürlich mit einem meiner Fotos. Vielen Dank und natürlich herzlichen Glückwunsch!

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