Archiv der Kategorie: Design

30 Jahre Adobe Illustrator

Auf blog.erdmenger.de ist zwar häufiger von Photoshop die Rede, aber mit Grafik und Design habe ich eben auch beruflich zu tun. Und da kommt man an Adobe Illustrator nicht vorbei. Naja, außer man kennt noch Freehand. Oder benutzt inzwischen Affinity Designer, so wie ich. Nichtsdestotrotz ist Illustrator ein mächtiges Programm, dass vor mittlerweile 30 Jahren auf den Markt kam und seinerzeit sicherlich wegweisend war. Ich habe vor ein paar Jahren mal ein Spaß-Logo für mich selbst entworfen, dass ich oben beispielhaft zeige. Während manche Leser wahrscheinlich noch immer an Beziér-Kurven verzweifeln, dürften die Profis unter meinen Lesern wissen, was man mit diesem Programm so alles anstellen kann. Anbei die Pressemeldung von Adobe:

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Tipp: Schöne E-Mail-Signatur, Version 2017

Über die Möglichkeit, eine professionelle E-Mail-Signatur mittels HTML und CSS zu gestalten, habe ich hier schon mehrfach berichtet. Nach wie vor finde ich es äußerst wichtig, seine E-Mails mit einer professionellen Signatur zu versehen.

Leider war es in den ersten Version von iOS 10 nicht möglich, zuverlässig HTML-Signaturen zu integrieren. Glücklicherweise scheinen diese Probleme inzwischen behoben worden zu sein. Ich habe hier deswegen eine aktualisierte Version meines Tipps zusammengestellt:

Vorweg: CSS kann ganz schön tricky sein – das habe ich beim Erstellen meiner Signatur mal wieder gemerkt! Ich meine aber, dass sich die Mühe lohnt! Bei meiner neuen Signatur habe ich auf das Verlinken des Logos aus dem Internet verzichtet und das Logo in den HTML-Code integriert. Dies erleichtert die Anzeige des Logos in E-Mail-Programmen,  die das Laden von Bildern aus dem Internet unterbinden. Dazu habe ich eine spezielle Version meines Logos mit 300 Pixel Breite erstellt und als .png gespeichert. Diese Datei ist nur 9 kB groß. Die HTML-Datei habe ich im freien Editor SeaMonkey erstellt. Wenn man das Logo auf das Editorfenster zieht, wird das Bild als Base64 in den Code integriert. Außerdem habe ich mich diesmal ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt und meine Corporate-Schrift, einen Google Font, per Inline-CSS in die Signatur geladen.

Signatur in macOS integrieren: Es ist ein altbekannter Trick, innerhalb von Mail eine Platzhaltersignatur zu erstellen, die man dann im Finder relativ leicht anhand des Datums identifizieren kann. Die Signaturen werden im Ordner „Signaturen“ innerhalb des Ordners „Mail“ gespeichert. Diesen finden Sie in der eigenen Library (ALT-Klick auf „Gehe zu“). Sie müssen Mail beenden, bevor Sie die Platzhalter-Signatur bearbeiten. Öffnen Sie sie anschließend mit TextEdit. Die ersten Zeilen müssen erhalten bleiben, den Platzhaltertext ersetzen Sie dann mit dem kompletten HTML/CSS-Konstrukt, dass sie zuvor kopiert haben. Schließen Sie die Datei, und öffnen Sie im Finder das Informationsfenster zu der Datei (Apfel-i). Hier sollten Sie das Häckchen bei „Geschützt“ ankreuzen, damit Mail ihren Code nicht eigenmächtig umschreibt.

Signatur in iOS: Schicken Sie sich die HTML-Datei als Anhang einer E-Mail selbst. Nun öffnen Sie diesen Anhang auf dem iPhone oder iPad und lassen sich die Signatur anzeigen. Hier können Sie in den Text tippen, um alles auszuwählen und zu kopieren. Wechseln Sie jetzt in die Voreinstellungen, und dort zur Rubrik „Mail“. Hier finden Sie auch den Eintrag „Signaturen“. Möglicherweise steht hier noch der altbekannte Satz „von meinem iPhone gesendet“. Löschen Sie die vorhandene Signatur und fügen Sie den kopierten Code ein. Anschließend müssen Sie das iPhone schütteln, um die automatische Korrektur des HTML-Codes zu widerrufen (Drücken Sie im Pop-up-Fenster auf „Widerrufen“).

Viel Erfolg! Sollten Sie Fragen oder Probleme haben, hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar. Meine aktuelle Signatur sieht jetzt so aus:

Bildschirmfoto 2017-03-01 um 13.25.30.png

App-Tipp: Wie Sie mit Apple Pages eine Broschüre drucken

Statistisch gesehen erreichen viele Leser meinen Blog, weil Sie Tipps rund um Apples Schreibprogramm Pages suchen – mein Work-around mit dem man unterschiedliche Seitenränder auf der Titel- und den Folgeseiten einrichten kann, ist der beliebteste Beitrag des vergangenen Jahres. Für diese Leser also habe ich heute einen weiteren Tipp parat. Nachdem ich vor einiger Zeit softwaremäßig ein Downgrade vollzogen und mich von Adobes Creative Suite verabschiedet habe, nutze ich übergangsweise Pages für die kleinen Seitenlayout-Aufgaben, die momentan anfallen. Für anspruchsvolle Grafikjobs habe ich sehr gute Erfahrungen mit Affinity Designer gemacht, ich nutzte sehr gern auch deren Photo-App als Photoshop-Ersatz und warte sehnsüchtig auf das angekündigte Seitenlayout-Programm, das die Affinity-Suite vollständig machen soll.

Wer ein mehrseitiges Layout erstellen möchte, kann natürlich z.B. komplette Druckbögen in Pages anlegen, die dann z.B. zwei einzelne Seiten enthalten. Der Nachteil ist, dass Pages in der aktuellen Version nicht mehr in der Lage ist, Textboxen miteinander zu verknüpfen. Der Textüberlauf der einen Box kann also nicht automatisch in eine andere Textbox laufen. Sehr ärgerlich! Alternativ bleibt die Möglichkeit, einzelnen Seiten einer Broschüre auch einzeln anzulegen. Der übliche Dokumenttext fließt bekanntlich selbsttätig auf die folgende Seite weiter. Der Haken an dieser Methode: Hat man nicht zufällig Acrobat Professional zur Hand, wird es verdammt schwer, ein PDF zu erzeugen, welches mehrere Seiten auf Druckbögen vereint – und noch dazu in der richtigen Reihenfolge. Der Profi nennt das „ausschießen“. Selbst wenn der verwendete Druckertreiber 2 Seiten auf 1 drucken könnte, wird er spätestens dann aufgeben, wenn man die 1. und die letzte Seite auf einem Blatt haben möchte.

Hierbei hilft ein kleines Script namens „Create Booklet“, welches genau diese Aufgabe übernimmt. Kostenlos und unproblematisch. Mehr Infos und ein paar verschiedene Download-Links gibt es bei MacintoshHowto.

Wichtig für Unternehmer: Abgaben für die Künstlersozialkasse

Ein Thema, das häufig auf Unverständnis oder Unkenntnis stößt: Die Künstlersozialkasse ist eine Art Kranken- und Rentenversicherung für künstlerisch tätige Freiberufler. Wie bei gesetzlichen Versicherungen gibt es ein paritätisches Prinzip, d.h. der Versicherte Künstler bezahlt nicht die vollen Beiträge, sondern nur einen Anteil. Der Rest wird unter anderem durch Abgaben finanziert, die solche Unternehmen zu leisten verpflichtet sind, die künstlerische Dienstleistungen zur Eigenwerbung oder Öffentlichkeitsarbeit in Auftrag geben. Ob der beauftragte Freiberufler überhaupt in der KSK versichert ist, spielt dabei gar keine Rolle! Verständlicherweise wird kaum ein Kunst-Dienstleister einem Unternehmen in blanker Ehrlichkeit bei Angebotsabgabe klar machen, dass deshalb weitere Kosten auf ihn zukommen werden. Ist aber so! So leid es mir tut, liebe Kunden, aber darauf haben wir Künstler keinen Einfluß! Da es unerheblich ist, ob Sie einen Journalisten für einen PR-Artikel, einen Webdesigner für Ihre Homepage oder einen Fotografen für Managerportraits beauftragen – die KSK-Abgabe in Höhe von 4,8% (2017) wird fällig – es sei denn, Sie vergeben mehr oder weniger einmalig einen solchen Auftrag. Hier kennt die KSK Gnade. Das Beispiel eines Kunden macht dies deutlich: Für diesen hatte ich gestalterische und fotografische Aufgaben erfüllt und in Rechnung gestellt. Auf Anraten des Steuerberaters wurde dieser Auftrag der KSK gemeldet – es ging um ein paar Hundert Euro. Nach Überprüfung seitens der KSK wurde in diesem Fall keine Abgabenpflicht erkannt, weil mein Kunde in jenem Jahr lediglich diesen einen künstlerischen Auftrag erteilt hatte. Mein Kunde musste also keine Abgaben zahlen.

Die Abgabenpflicht ist ähnlich lästig die die selige GEZ oder die Krätze, Sie sollten sie aber nicht auf die leichte Schulter nehmen. Weitere Infos gibt es bei der KSK oder z.B. hier.

Neue Website online!

Alle Jahre wieder … braucht eine Website ein anständiges Re-Design. Meine Website war seit ein paar Jahren nahezu unverändert geblieben, deshalb war jetzt einige Arbeit nötig, die Seite technisch auf den aktuellen Stand zu bringen. Der Server-Umzug steht dann demnächst auch noch an. Schauen Sie sich die neue Seite unter http://www.erdmenger.de bitte mal in Ruhe an und schreiben Sie mir gerne ein Feedback – ich freue mich auf Ihre Kritik und Anregungen, wie ich die Seite noch verbessern kann!

Nicht allein die Website ist neu, sondern auch inhaltlich habe ich einige zeitgemäße Änderungen vorgenommen, die unabhängig von meiner Internetpräsenz sind: Die AGB wurden überarbeitet und mein Lizenzmodell vereinfacht. Über diese wichtigen Neuigkeiten werde ich in den kommenden Tagen hier auf meinem Blog berichten – bleiben Sie also dran 😉

Wer einen kleinen Blick zurück werfen möchte auf die Anfänge von http://www.erdmenger.de, den verweise ich gern auf meinen Artikel über die Evolution meiner Seite – da hat sich in den vergangenen 16 Jahren doch einiges geändert …

Im Test: Fotobuch von „Bind it“

Vor einem guten Jahr habe ich hier über die schöne Möglichkeit geschrieben, ein ansprechendes Fotobuch als Marketingwerkzeug einzusetzen. An diesem Tipp hat sich nichts geändert: Wenn Sie wunderbare Unternehmensfotos haben, sollten Sie sie auch zeigen – als Fotobuch z.B. im Wartebereich für Kunden oder Geschäftspartner. Oder als kleines Weihnachtspräsent für Ihre besten Mitarbeiter. Ich konnte im Sommer 2014 den Anbieter „Saal Digital“ ausführlich und kostenlos testen. Nun erhielt ich die überaus freundliche Gelegenheit, einen weiteren Anbieter von Fotobüchern, „Bind it“ aus Hamburg, kostenfrei zu testen. Meinen ganz herzlichen Dank an dieser Stelle! „Bind it“ oder auch „Bindit“ (so ganz kohärent ist die Website da nicht) macht Werbung mit „50 Jahren Buchbindertradition“ und nennt sich selbstbewusst die „Fotobuchmanufaktur“. Ob die dadurch geweckten Erwartungen eingelöst werden, dazu komme ich später.

Anders als viele andere Fotobuch-Produzenten bietet „Bind in“ derzeit keine eigene Software an, sondern hat einen leicht verständlichen Online-Editor am Start, mit dem man bequem sein Fotobuch gestalten kann. Hier läuft alles sehr schön flüssig, denn es werden zunächst lediglich Vorschauversionen der eigenen Bilder hochgeladen. Wenn das Buch fertig gestaltet ist, lädt man die benötigten Fotos in voller Auflösung hoch. Das alles funktioniert unkompliziert und schnell und ist zudem in mehreren Videos gut dokumentiert.

Die Gestaltung funktioniert intuitiv mit den vom Editor vorgeschlagenen Seiten-Templates. So ist stets ein sauberes und ästhetisches Layout gewährleistet – schräggestellte Fotos sucht man hier ebenso vergeblich, wie zuckergesüßte Bilderrahmen oder Bildbeschriftungen im unsäglichen Comic-Stil. Mutig und sehr gut! Hier allerdings gibt es auch einen großen Nachteil, der mir aufgefallen ist: Mit der Änderung des Templates werden die Fotos neu auf der Doppelseite angeordnet. Man hat als Benutzer jedoch keinen Einfluss darauf, wo welches Bild platziert wird. Hält ein Template ein Layout für ein großes und 3 kleine Bilder bereit, ist es ein pures Lotteriespiel, welches der auf die Seite gezogenen Fotos groß und welche klein dargestellt werden. Hier fehlt meines Erachtens die Möglichkeit, Fotos zwischen den festgelegten Rahmen einer Seite tauschen zu können!

Ebenso wie „Saal Digital“ akzeptiert auch „Bind it“ nur JPEGs im sRGB-Farbraum. Da dieser Farbraum deutlich kleiner ist als beispielsweise AdobeRGB, habe ich als Profi natürlich immer etwas Sorge um Farbverläufe – z.B. im Himmelsblau. Worüber ich mich hingegen freue, ist die Möglichkeit, ein komplett selbst und frei gestaltetes Fotobuch als PDF-Datei hochladen und drucken lassen zu können. An dieser Stelle – nebenbei – ein Link zur Macwelt, die über die Gestaltung und „Fremdbestellung“ von Fotobüchern mit Apples „Fotos“-App berichtet. Ich würde für die freie Gestaltung auch Lightroom oder InDesign in Betracht ziehen.

Das fertige Buch hielt ich, wie versprochen, nach 8 Tagen in der Hand. Es macht mit der hochwertigen Kassette und dem Leineneinband einen hochwertigen und edlen Eindruck, der geprägte Titel sieht chic aus. Auch das Buch selbst ist perfekt verarbeitet und sehr gut gedruckt bzw. ausbelichtet. Ich habe für den Test ein privates Projekt realisiert, ein Buch über mein neues Zuhause im Wandel von über 100 Jahren mit besonderem Schwerpunkt auf den Sanierungsarbeiten im ersten Halbjahr 2015. Dabei habe ich etliche Scans alter Fotos und Dias sowie auch iPhone-Bildchen verwendet, die im Druck dennoch mit hervorragender Farbtreue und Detailreichtum überzeugen können. Jedem, der ein besonders hochwertiges Fotobuch gestalten möchte, kann ich diesen Anbieter umfänglich empfehlen! Auch meine Kunden werde ich in Zukunft verstärkt auf diese schöne Präsentationsmöglichkeit von Unternehmensfotos hinweisen.