Archiv der Kategorie: Joblog

Ein seltenes Fachgebiet: Medizinfotografie

OK_BSC0504

Medizinfotografie im Operations-Saal © Till Erdmenger – Businessfotos

Wenn ich erzähle, dass ich mich mit meiner Unternehmensfotografie vor allem an Kliniken und Ärzte bzw. Zahnärzte wende, meine ich damit heute vor allem Imagefotos – Bilder, die einen werblichen Charakter haben. Ich habe eine Zeit lang aber auch faszinierende Erfahrungen im Bereich der (wissenschaftlichen) Medizinfotografie gesammelt, die mir heute noch zugute kommen. Damit meine ich Fotos, die live während echter Operationen entstanden. Keine leichten Arbeitsbedingungen: Eingepackt in einen OP-Kittel, penibler Abstand von allen sterilen Bereichen, teilweise extreme Nahaufnahmen vom blutigen Operationsfeld, von der Leiter aus über die Schulter des Chirurgen fotografieren – direkt unterhalb der extrem heißen OP-Lampen. Meine Affinität zur Businessfotografie für Kliniken, Arztpraxen und Krankenhäuser liegt in diesen Erfahrungen begründet – und ich fotografiere noch heute gerne „minimal-invasiv“. Die Seite Fstoppers hat aktuell übrigens einen interessanten Artikel über den Medizinfotografen Eneil Simpson veröffentlicht und inspirierte mich zu diesem Artikel 😉

Joblog: Auszeichnung für ISS Facility Services

Mein Kunde ISS Facility Services ist von der WirtschaftsWoche als „bester Mittelstandsdienstleister“ des Jahres ausgezeichnet worden – und meldet das natürlich mit einem meiner Fotos. Vielen Dank und natürlich herzlichen Glückwunsch!

ISS2017.jpg

Joblog: Imagefotos für YouValue Immobilienberatung

Vor wenigen Tagen habe ich Imagefotos für eine junge Immobilienberatung produziert. Als kleinen Zusatz-Service habe ich die Foto-Varianten auf Kundenwunsch freigestellt und deren Logo eingebunden.

 

Till Erdmenger – 20 Jahre professionelle Fotografie

Heimlich, still und leise kommt dieser Tage der Nikolaus den Kamin herunter. Mir ist aber noch was anderes aufgefallen: In diesem Jahr „feiere“ ich Jubiläum, denn meine fotografische Profession begann vor 20 Jahren. Dies soll kein großer Rückblick werden, so nostalgisch muss es nicht sein, und schließlich ist ja noch viel interessanter, was die Zukunft bringt. Vor 20 Jahren also, nach 3 Semestern Politikwissenschaften, stand für mich fest, dass nicht das Schreiben, sondern das Fotografieren mein Lebensinhalt sein soll. Während ich mir die Studios in Hannover und Umgebung anschaute und Bewerbungen schrieb, verbrachte ich damals ein paar interessante Wochen bei Georg Akrutat, der seinerzeit mit viel Detailverliebtheit ein kleines Studio am Schwarzen Bären betrieb. Kurz später begann meine Lehre bei Michel Eram in Langenhagen. Die konnte ich auf 2 Jahre verkürzen – und trotzdem als Innungsbester abschließen. Das geschenkte Jahr verbrachte ich mit einer Fortbildung zum Computer-Grafiker, was mir im Anschluß meinen ersten Job einbrachte, bei der Agentur Meier´s in Hannover. Nach einem guten halben Jahr zog es mich dann in die weite Welt, ich wollte in die Fotografen-Stadt Düsseldorf. Beinahe hätte sich der Plan nochmals geändert, als mir Frank Wartenberg eine Assistenzstelle in Hamburg anbot. Ich blieb aber am Rhein, wo ich als freier Assi bei verschiedenen Fotografen arbeitete und nebenher eigene Jobs produzierte. Später folgten dann meine Jahre in der Schweiz, wo ich faszinierende Erfahrungen mit Fotos während Operationen machte, viele Imagefotos produzierte und zugleich sehr oft Layouts entwarf. Seit meiner Rückkehr nach Deutschland 2007 arbeite ich wieder als selbstständiger Fotograf, zuerst in Hannover, dann in Essen und jetzt in Bergisch Gladbach.

Als Illustration für diesen Beitrag habe ich zwei alte Fotos gescannt, die ich während meiner Ausbildung produziert habe – der „Auftrag“ bestand in Imageaufnahmen eines „Firmenseniors“ in seinem Arbeitsumfeld. Realisiert auf Ilford Delta 100 mit der Nikon F90x und einem Nikkor 2,5/105mm – meine ersten Unternehmensfotos 😉

Continuity

Kontinuität, das Anknüpfen an Bewährtes, das Vermeiden von Folgefehlern dürfte im Business vielen als wichtig erscheinen. Schön, wenn Kunden also auch nach Jahren wiederkommen und gemeinsame Erfolge fortführen wollen. Anbei ein kleines Beispiel meines Kunden „Wein-Cabinet Briem“ in Bonn – die Continuity scheint mir gegeben 😉

20121027_WeinCabinett_139

Unternehmensfoto für das Wein-Cabinet Briem 2012

blog.erdmenger.de

Unternehmensfoto für das Wein-Cabinet Briem 2015

Vorhang frei für die Foto-Blog-Bühne

Der Foto-Kollege Michael Omori Kirchner hat erneut zur Blog-Parade eingeladen, die schon in den vergangenen Jahren ein hübsches Kompendium aktueller Fotografie gebildet hat. Auch ich bin gerne wieder mit blog.erdmenger.de dabei, dieser Seite, die ich seit bald 10 Jahren betreibe. Ich habe mit dem bloggen damals begonnen als Tagebuch, mehr für mich selbst. Für Freunde. Dann habe ich Spaß daran gefunden, über die Dinge zu schreiben, die mich fotografisch beschäftigten und jede Menge „Tests“ veröffentlicht. Später kam dann eine Neuorientierung: Inzwischen adressiere ich meinen Blog und den Content überwiegend an meine Unternehmens-Kunden. Das hat dazu geführt, dass ich weniger über Foto-Technik, Workshops und Software schreibe, sondern mich auf Artikel konzentriere, die meinen Kunden helfen, sich optimal auf ein Business-Fotoshooting vorzubereiten, sich präzise Vorstellungen von den er-/gewünschten Motiven machen zu können oder über die Vorteile legaler Nutzungsrechte zu informieren. Natürlich kommt dennoch der persönliche Charakter nicht zu kurz und ich blogge immer auch persönliches.

Neben dem „Mehrwert“, den ich mit meinen Artikeln zu bieten hoffe, ist so ein Blog natürlich eine wunderbare Bühne für die eigenen Arbeiten. Deshalb habe ich schon von Beginn an stets eine Rubrik mit den Ergebnissen aus meinen Imagefotografie-Aufträgen, den „Joblog“, befüllt. Diese Kategorie spiegelt wider, was meinen fotografischen Stil ausmacht: Authentische Fotos, die das Image eines Unternehmens positiv beeinflussen. Sympathieträger, homogene Bildwelten, kraftvolle Fotos für die visuelle Kommunikation, oft (aber nicht nur) im medizinischen Bereich. Ich möchte dabei auch deutlich machen, dass Authentizität für mich nichts mit ungestellten Motiven zu tun hat. Dass Kleidung, Körperhaltung und Gesichtsausdruck einen entscheidenden Einfluss auf den Erfolg eines Bildes haben. Wie wichtig eine gute Lichtführung ist, die subtil den Blick lenkt.

Meine professionelle fotografische Karriere habe ich vor inzwischen 20 Jahren mit der handwerklichen Ausbildung bei Michel Eram in Langenhagen begonnen. Nach etwas mehr als 2 Jahren habe ich als Innungsbester abgeschlossen. Das hat für mich jedoch nie bedeutet, stehenzubleiben. Auch wenn sich in meiner Arbeit mehr und mehr der eigene Stil durchsetzt, arbeite ich doch immer an der Verbesserung und Präzisierung meiner Fotos. Für mich war dabei (nach der Rückkehr aus der Schweiz) der Entschluss, „Businessfotos“ anzubieten von entscheidender Bedeutung. Meine fotografische Arbeit orientiert sich in ihrer Ästhetik zwar noch immer in gewissem Umfang an der (zuvor von mir favorisierten) Modefotografie, setzt seitdem aber ganz andere Akzente.

Präzisere Industriefotografie bedeutet für mich: In Zukunft mit umfangreicheren Lichtformern eine noch bessere Lichtgestaltung zu realisieren. Und mich von der minimal-invasiven Fotografie (die sich für die Dokumentation von Kongressen hervorragend eignet) in Richtung von etwas mehr Einmischung, Führung und „Mitmacht-Erwartung“ zu entwickeln. Ich glaube, meine Kunden verkraften das 😉

blog.erdmenger.de.jpg

Als Stellvertreter-Foto für die Blog-Bühne habe ich ein Businessfoto aus diesem Jahr gewählt, entstanden für das Wein-Cabinet Briem in Bonn.

Dazu zählt auch ein Projekt, das mir am Herzen liegt (nicht zuletzt, weil ich in analoge Technik investiert habe): Ich möchte 2016 wieder mehr Fotos auf Film belichten. Sowohl für mich, als auch für meine Kunden. Ich finde den Charakter z.B. eines analogen Schwarzweissfotos einfach unübertroffen „authentisch“ – das passt super in mein Konzept! In meiner neuen Heimat Bergisch Gladbach findet man leider kein Fachlabor mehr. Bedeutet: Ich muss mich auch mit diesem Thema befassen.

Ich hoffe, diese Zeilen haben Ihr Interesse geweckt und Sie schauen sich ein bisschen auf meinem Blog um. Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf, wenn Sie konkrete Fragen haben, adden oder liken Sie mich in den sozialen Netzen und teilen Sie diesen Beitrag gern mit Ihren Kollegen, Geschäftspartnern oder Freunden. Danke!