Warum der billige Jakob kein guter Geschäftspartner ist

LEUTE, LEST HIER! HEUTE 20 WORTE ZUM PREIS VON 18! Natürlich bin ich weder unter die Marktschreier, noch unter die Wirtschaftsweisen gegangen – aber ich möchte heute mal auf ein paar Zusammenhänge aufmerksam machen. Jedesmal, wenn ich ein Angebot abgebe, findet sich ein Marktbegleiter, der meinen Kurs dramatisch unterbietet. Aus Ihrer Sicht als Unternehmer gibt …

Gear does not matter – gilt das auch für das TIME Magazin?

Es ist ein eher abgestandenes, schal-gewordenes Sprichwort, dass nicht die Kamera, sondern der Fotograf das Foto mache. Man müsste das eigentlich auch nicht nochmals widerkäuen, wenn nicht das TIME Magazin ausgerechnet eine junge iPhone-Fotografin beauftragt hätte, ein Duzend Cover-Fotos zu produzieren. Das Echo war laut. Man wolle doch auch als Koch nicht auf seine Töpfe …

Die Fotografie als Kunst – kein Massenphänomen

Die NZZ besingt in einem lesenswerten Artikel das Ende der Fotografie als Kunstgattung. Der Nachsatz "Kunst" ist in diesem Zusammenhang wichtig, denn seine Evidenz findet der Beitrag von Frau Muscionico in der vollkommen richtigen Feststellung, dass die Fotografie nicht erst seit der Vorstellung des Kleinbildfilms, dem Stundenlabor oder dem iPhone ein Massenphänomen geworden ist. Ich …

Warum uns Wissen am Arsch vorbei geht – und es uns nicht mal kümmert

Es ist ja leicht - wenn auch selten hilfreich - über den Zustand der Gesellschaft in unseren Zeiten zu lamentieren. Die Abläufe haben sich beschleunigt und sind fast zwangsläufig oberflächlich geworden. Ich kenne das auch. Statt jedoch einen Wimpernschlag lang innezuhalten und darüber nachzudenken, ob diese Entwicklung möglicherweise zu bedauern sei, manifestieren wir nur allzugern …

Ausstellungstipp: Die humane Kamera – Heinrich Böll und die Fotografie

Das Museum Ludwig in Köln hat dieser Tage die Ausstellung "Die humane Kamera - Böll und die Fotografie" eröffnet. Der Schriftsteller, der im Dezember 100 Jahre alt geworden wäre, hatte ein enges Verhältnis zur Fotografie und zu Fotografen. Das wird in seinen Werken immer wieder deutlich. Im 1964 veröffentilchen Text "Die humane Kamera" mahnt er: …

Scheitern Fotografen wirklich an ihrem Enthusiasmus?

Vor wenigen Tagen schrieb Don Giannatti auf Petapixel einen interessanten Artikel, der erklärt, warum Fotografen scheitern. Ich finde die Vermutungen, die Don notiert hat, vordergründig einleuchtend – sehe zum Teil aber deutlichen Klärungsbedarf. Deshalb will ich die Thesen gerne selbst ausleuchten und hier zur Diskussion stellen – und versuche, das Thema dabei aus der Perspektive meiner …

Shabby Chic

In der ZEIT vom 4. Mai fand sich ein bemerkenswerter Artikel mit dem Titel „Abgewetzt und schön verschrammt“, in dem es um die Beobachtung geht, dass echte Antiquitäten einen rasanten Preisverfall erleben, während es gleichzeitig zum bohemian Lifestyle zählt, sich im „shabby Chic“ einzurichten. Diese neue Art des Historismus, der hier als Kontemporismus bezeichnet wird, zeichne …

Ausstellungstipp: „Industrie als Motiv“ in Köln

Über die kommende Ausstellung von Fotografien von E.O. Hoppé hatte ich hier bereits berichtet. Der wiederentdeckte Porträt- und Industriefotograf hat u.a. einige Jahrzehnte vor mir den berühmten „Coat Hanger“, die Sydney Harbour Bridge, fotografiert – damals noch im Bau befindlich. Zeitgleich findet in der „Photographischen Sammlung“ der SK Stiftung Kultur (Im Mediapark 7, 50670 Köln) …

Schmöker-Tipp: Die surrealen, gemäldeartigen Fotos des Gregory Crewdson

Die melancholischen, traurig-realen Vorstadt-Gemälde von Edward Hopper sind mir seit frühester Kindheit vertraut und ich mag sie sehr. Vermutlich deshalb gefallen mir die Fotografien von Gregory Crewdson so gut – diesen kannte ich bis vor Kurzem noch nicht. Wer grade nichts anderes zu tun hat, kann ein bisschen Schmökern und nach den diversen Fundstellen zu …

Ausstellungs-Tipp: Robert Doisneau in Berlin

„Meine Fotos gefallen den Leuten, weil sie darin wiedererkennen, was sie sehen würden, wenn sie aufhören würden sich abzuhetzen. Wenn sie sich Zeit nehmen würden, um die Stadt zu genießen…“  Robert Doisneau Nur wenige Fotografen sind mit einem einzigen Bild berühmt geworden. „Le Baiser de l'Hôtel de Ville“ ist ein solches Bild. Robert Doisneau (1912–1994) …

Die Foto-Trends 2017

Zum wiederholten Mal spürt Getty Images den aktuellen Bildertrends nach und prognostiziert, was uns im kommenden Jahr inhaltlich und ästhetisch in der Bildsprache erwarten wird. Von Virtualität ist da zu lesen, die in der Normalität ankommt, von ungefilterten, authentischen Reportagen, die Unternehmen für ihr Storytelling einsetzen wollen, und auch von der Globalität im Sinne des …

Ausstellung-Tipp: Emil Otto Hoppé – Unveiling a Secret

Die „Photografische Sammlung der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn“ zeigt im kommenden Jahr eine spannende Ausstellung, die sich mit der Industrialisierung und den daraus resultierenden Konsequenzen für den Menschen, die Landschaft sowie den damit aufkommenden neuen bildnerischen Formen auseinandersetzt. Wer nach diesen Bandwurmsätzen jetzt noch weiterliest, darf sich auf die faszinierenden Industriefotos von Emil Otto …

Die einflußreichsten Bilder der Welt

Die Times hat jetzt eine Website veröffentlicht, auf der sie die vermeintlich einflußreichsten Fotos der Welt versammelt. Schauen Sie am besten selbst mal nach – Sie werden wahrscheinlich die Mehrzahl dieser Fotos bereits gesehen haben. Vor fast 10 Jahren habe ich an dieser Stelle bereits einen kurzen Beitrag zur Frage veröffentlicht, wie und warum ein Foto …

Analog-Bashing

Erst vor wenigen Tagen habe ich hier einen Beitrag veröffentlicht, der sich mit der Wahrnehmung von analoger Fotografie durch die heutige Jugend befasst. Meines Eindrucks nach steht dieser diametral der Auffassung gegenüber, dass auch vor Erfindung der Digitalkamera höchst professionelle, perfekte Fotografie möglich war. Ich will hier nicht sagen „unversöhnlich“, denn aus den Beiträgen von Hannah …

Analoge Gedankenwelt

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich wieder intensiv mit der analogen Fotografie – und lese natürlich gern darüber. Die Zeitschrift „PhotoKlassik“ zum Beispiel. Oder Seiten wie „Absolut Analog“ oder „APHOG“. Jetzt den Beitrag „Why shoot Film“, der auf der Seite eines amerikanischen Fotolabors veröffentlicht wurde. Die Autorin Hannah Lush schreibt: When you shoot film and …

Wertfülle – warum nur Qualität zählt

„Der schmerzlich offensichtliche Grund, warum Ihnen niemand auf sozialen Medien folgt“ – dieser Beitrag ist so wichtig und einleuchtend, dass Sie ihn unbedingt lesen sollten! Ich meine – wirklich! Denn das angesprochene Dilemma betrifft nicht nur virtuelle Nachrichtenkanäle, sondern das ganze Leben. Warum konstatiert man gern den Verfall von Werten? Weil es heute oft nur noch …

Ausstellung: Peter Gowlands Pin-Ups

Die Ausstellung „Peter Gowland’s Girls*“ widmet sich den aufregenden Pin-Up-Fotografien des amerikanischen Fotografen Peter Gowland (1916 – 2010). Er fotografierte ab 1946 in und um Los Angeles junge Frauen im Glamour- und Pin-Up Stil. Bereits zu Beginn seiner Karriere bezeichnete ihn die New York Times 1954 als „America’s No. 1 Pin-Up Photographer” und siedelte seine …

Randbemerkung: Profilfotos

Das Businessnetzwerk Xing, bei dem ich seit vielen Jahren Mitglied bin, schrieb mir heute, dass eine aktualisierte Version der mobilen App verfügbar sei und diese es ermögliche, von unterwegs sein Profilfoto zu ändern. So schön zusätzliche Funktionen stets sein mögen – hier kann ich nur davor warnen, sein Businessprofil mit schnellgeschossenen Handybildchen zu illustrieren! Bitte …

Dada – und das seit 100 Jahren …

Dieser Tage jährt sich die Gründung des „Cabaret Voltaire“ zum 100. Mal – und damit die Geburtsstunde von „Dada“, jener Nonsens-Kunst, die vielmehr als „Anti-Kunst“ intendiert war. Gegen überkommene Traditionen und festgefahrene Gesellschaftsstrukturen schnippelten die Künstler unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg und bis in die 30er Jahre hinein Collagen aus Fotos und Zeitungsausschnitten, dichteten „Gedünne“ …

Perspektivwechsel: Frauen und die Fotografie

Fotografieren Frauen anders als Männer, fragt die Foto-Plattform ProPhoto Online – und kommt schnell zu dem Resümee: Es gibt keine sichtbaren Unterschiede im Duktus, bei der Technik oder den bevorzugten Motiven. Stereotyp mag man vermuten, Männer würden sich mehr für Technik interessieren und Frauen eher die unverstellte Persönlichkeit einfangen können. Doch Technik und Empathie sind nicht …