Archiv der Kategorie: Uhren

Technik-Tipp: Das kostenlose Makro

© Till Erdmenger – Businessfotos

© Till Erdmenger – Businessfotos

Ein kleiner Tipp zum Wochenende: Wer nur gelegentlich mal ein Makro-Objektiv braucht, muss nicht unbedingt hunderte von Euro ausgeben. Vielleicht haben Sie sowieso ein passables Standard-50er herumfliegen – oder ein altes aus analogen Zeiten. So wie ich: In meiner Canon-FD-Tasche fand sich ein 1,8/50mm-Objektiv, dass ich vor langem mal vergeblich an die EOS adaptieren wollte. Leider taugt der Adapter gar nichts und die Bildqualität ist mau. Für gelegentliche Makro-Aufnahmen lässt sich so ein Teil aber für weniger als 10,- € mittels eines „Retro-Adapters“ verkehrt herum an die Kamera schrauben. Richtig: Der Adapter wird ans Filtergewinde des Objektivs geschraubt und hat einen Bajonettverschluss für die Kamera. So muss man zwar Fokus und Blende selbst einstellen, hat aber ein Makro für lau. Mein Schnellschuss zeigt eine meiner neuesten Uhren, eine Seiko im sommerlichen Orange (für die Freaks: Freihändig bei Blende 11, 1/125 sek. und 8000ASA) Weiterlesen

Poljot Sturmanskie

Manchmal entwickelt sich eine lustige kleine Idee schneller zu einem ausgewachsenen Hobby, als es einem lieb ist. So passiert es mir grade mit alten, mechanischen Uhren. Nach der Komandirskie und einer Amphibia kam gestern eine weitere Armbanduhr sovjetischer/russischer Produktion an, eine Poljot Sturmanskie aus den späten 80ern. Ein Chronograph mit dem Handaufzugs-Kaliber 3133. Gebaut für die russische Luftwaffe. Der Chrono verfügt über eine grosse Stop-Sekunde und einen 30-Minuten Zähler, Datum auf der „6“, kleine Sekunde auf der „9“ sowie eine innenliegende, beidseitig drehbare Lünette mit Minuten-Index (verstellbar über die zweite Krone bei „9“ Uhr). Bis auf die weggebröselte Leuchtmasse bei „2“ und „4“ Uhr ist sie in ausgezeichnetem Zustand und läuft bisher sehr präzise. Weitere Fotos nach dem Klick…

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Der zahnrädrige Albatros

Während meine Vostok Komandirskie einen Boxenstop brauchte (Reparatur der Sperrung und Justage des Vorlaufs), kam ein weiteres Modell aus dem Hause Vostok bei mir an. Es gehört zur Modellreihe Amphibia, die bis 200m Tiefe wasserdicht ist. Verbaut ist das Handaufzug-Kaliber 2409 mit Stoßsicherung und antimagnetischer Abschirmung. Diese Uhr trägt die Aufschrift Albatros und wurde laut Original-Papieren 1990 gebaut.

Faszinierend: Mechanische Uhren

Eine neue Leidenschaft? Mechanische Uhren üben ohne Zweifel eine Faszination aus, die Seinesgleichen sucht. Das Wissen, ein Exponat präziser feinmechanischer Kunstfertigkeit am Handgelenk zu tragen, verpackt in klassisch-elegantes, rustikales oder einfach „zeitloses“ Design, schlägt viele in seinen Bann. Der politisch brisante Retro-Charme russischer Militäruhren aus der Zeit der UdSSR brachte mir nun diese Thematik näher. Abgebildet mein erstes Stück dieser Provenienz: Eine Vostok Komandirskie mit rotem Stern auf dem Zifferblatt, Datumsanzeige und beidseitig drehbarer Lünette. Das Handaufzugswerk ist ein Kaliber 2414 mit 17 Steinen. Verschraubte Krone und Boden, wasserfest bis 5atm. Der kyrillische Aufdruck „3AKA3 MO CCCP“ bedeutet, dass diese Uhr im Auftrag des Verteidigungsministeriums der UdSSR hergestellt worden ist. Uhren dieser Art waren nie frei verkäuflich, sondern wurden den Angehörigen der Armee zur Verfügung gestellt. Sicherlich nicht ganz so exquisit, für den Beginn einer neuen Leidenschaft aber ein durchaus probates Mittel.