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30 Jahre Adobe Illustrator

Auf blog.erdmenger.de ist zwar häufiger von Photoshop die Rede, aber mit Grafik und Design habe ich eben auch beruflich zu tun. Und da kommt man an Adobe Illustrator nicht vorbei. Naja, außer man kennt noch Freehand. Oder benutzt inzwischen Affinity Designer, so wie ich. Nichtsdestotrotz ist Illustrator ein mächtiges Programm, dass vor mittlerweile 30 Jahren auf den Markt kam und seinerzeit sicherlich wegweisend war. Ich habe vor ein paar Jahren mal ein Spaß-Logo für mich selbst entworfen, dass ich oben beispielhaft zeige. Während manche Leser wahrscheinlich noch immer an Beziér-Kurven verzweifeln, dürften die Profis unter meinen Lesern wissen, was man mit diesem Programm so alles anstellen kann. Anbei die Pressemeldung von Adobe:

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iOS-Lightroom mit HDR-Raw: Warum ich nie wieder Apples Kamera-App benutzen kann …

Gestern wurde ein Update für Adobes mobile Lightroom-Version veröffentlicht, das die Fähigkeit, Raw-Daten aufzuzeichnen, noch um einen HDR-Modus ergänzt. Klingt kompliziert, und es ist in der Tat nicht ganz einfach, an die solchermaßen generierten .dng-Dateien heranzukommen, wenn man kein Adobe-Abo hat. Damit werden die Daten wohl über die Creative Cloud ins Desktop-Lightroom gesynct. Ich musste erst auf dem iPhone „Original exportieren“ wählen, um anschließend per Kabel in Lightroom zu importieren. Geht auch.

Bei Regenwetter ist so ein Test nicht ganz einfach, weil der bedeckte Himmel sehr weiches Licht produziert, ich bin also an den Waldrand gefahren, um feine Zweige und Unterholz vor hellem Himmel testen zu können. Zeitgleich habe ich die Aufnahmen in Apples eigener Kamera-App mit und ohne HDR-Option fotografiert. Um fair zu bleiben, habe ich diese Versionen in Apples Fotos-App optimiert (automatische Verbesserung + leichte zusätzliche Belichtungskorrektur), da Lightroom das Apple-HDR als einfaches .jpg behandelt. Die in Lightroom importierten .dng-Files hatten eine automatische Korrektur erfahren, ich habe hier nichts weiter verändert, als lediglich für diesen Blog optimierte .jpgs zu exportieren und anschließend von allen Aufnahmen in Affinity Photo 100% Ansichten zu vergleichen und Screenshots zu erstellen.

Kurzum: Die Testbedingungen zeigen vielleicht nicht unbedingt die Stärken von HDR, wohl aber den himmelweiten Unterschied zwischen den Apple-eigenen JPEGs und den Adobe-RAWs. Schaut selbst:

LightroomHDR2.jpg

Mit Adobe Lightroom Mobile als HDR-Raw fotografiertes Motiv

ApplePhotos.jpg

100%-Crop Apple Kamera-App ohne HDR

AppleHDRPhotos.jpg

100%-Crop Apple Kamera-App mit HDR

LightroomHDR2.jpg

100%-Crop Adobe Lightroom HDR-Raw

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Bildverwaltung: Das Aperture-Beben

lr_iphoneDie Ankündigung von Apple, die Weiterentwicklung der professionell ausgerichteten Bildverwaltung Aperture einzustellen, dürfte unter Profifotografen für einigen Aufruhr sorgen. Der Funktionsumfang aus Dateiverwaltung und Verschlagwortung in Kombination mit der RAW-Entwicklung reicht den meisten Fotografen für die tägliche Arbeit vollkommen aus. Aperture stand seit Beginn im edlen Wettstreit mit Adobes Lightroom, verlor aber zunehmend Boden gegen den schnelleren Gegner. Vergangenen Herbst flammte Apertures Licht noch einmal auf, als bekannt wurde, dass sich die kostenlose Testversion problemlos zur Vollversion updaten liess. Jetzt gibt Apple die Profifotografen auf. Das ist wirklich schade, denn es bleibt kein Konkurrenz zu Lightroom, der die Entwicklung antreiben könnte. Monopolstellungen wirken sich nie positiv für die Abhängigen aus – Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft.

Die neue „Fotos“ App, die Anfang nächsten Jahres für OS X kommen soll, wird Aperture und auch die Amateur-Software iPhoto ablösen. Das ist sicherlich vollkommen ok innerhalb des Apple-iCloud-Kosmos und wird bisherigen iPhoto-Nutzern viele Vorteile und Neuerungen bringen. Für Profis bleibt ein Kompatibilitätsupdate für Aperture, sodass es zumindest unter der kommenden Version 10.10 Yosemite noch laufen wird. Spätestens im nächsten Sommer wird diese Ära endgültig enden. Adobe wird es sich nicht nehmen lassen, jetzt umfassend für sein Produkt zu werben und bisherige Aperture-Nutzer zu gewinnen. Eine passende Migration der Bibliotheken dürfte nach verschiedentlicher Aussage demnächst verfügbar sein.

Auch wenn ich momentan keine Ambitionen habe, Lightroom den rücken zu kehren, dennoch meine Frage an alle Leser: Kennen Sie weitere – professionell nutzbare – Alternativen für Fotografen? Bitte hinterlassen Sie Ihre Ideen als Kommentar …

App-Tipp: Pixelmator im Angebot

Bearbeitung eines meiner Businessfotos mit Pixelmator © Till Erdmenger – Businessfotos

Bearbeitung eines meiner Businessfotos mit Pixelmator © Till Erdmenger – Businessfotos

Das Bildbearbeitungsprogramm Pixelmator gibt es schon seit einigen Jahren für den Mac – ich hatte es bei Erscheinen mal ausprobiert, weil es angeblich besonders schnell sein sollte. Das konnte ich damals nicht nachvollziehen. Auch etliche andere Dinge hakten oder fehlten. In der Zwischenzeit habe ich verschiedentlich dennoch auf Pixelmator als Alternative zu Photoshop hingewiesen. Zudem wird Pixelmator regelmässig zum halben Preis angeboten – und diesmal schlug ich zu. Wer das Programm aktuell für faire 13,99 € kaufen möchte, kann dies bis morgen tun, danach wird es wieder zum regulären Preis von knapp 27,- € vertickt.

Wer Photoshop kennt, findet sich hier relativ schnell zurecht, auch wenn es verwirrend ist, dass Einstellungen wie z.B. die Tonwertkorrektur in einer „Effekte“-Palette versteckt sind – in der Regel funktionieren aber die bekannten Shortcuts wie z.B. „Apfel-L“. Wer mal durch die Hilfe-Texte blättert, stellt fest, dass diese App ziemlich umfangreiche Funktionen bereithält. Die konnte ich in aller Kürze noch nicht umfänglich ausprobieren und so freue ich mich darauf, in nächster Zeit die vielen Details kennenzulernen. Leider lässt Pixelmator noch immer den CMYK-Support vermissen (obwohl ich den eher nicht brauche) und bietet offenbar auch in der aktuellen Version leider keine Übersicht über die ausgeführten Änderungen (History). Aber schnell ist es geworden. Rasant!

Frisch vom Grill: Adobe Lightroom Mobile für iPad

Screenshot von adobe.com

Screenshot von adobe.com

Was lange währt … wird endlich wahr: Adobe hat eine offizielle, mobile Version von Lightroom angekündigt! Auf diesem Blog hatte ich in den vergangenen Jahren immer wieder über Adobes Ansätze für mobile Bildbearbeitung geschrieben (z.B. über Photoshop Touch, iPhone photoshopping, oder Bildbearbeitung auf dem iPhone). War bisher Photosmith das Programm, das dieser Aufgabe am nächsten kam, geht es jetzt auch komplett mit Adobe-Produkten. Die Mobilversion synct die kürzlich eingeführten „Smart Previews“ über die Cloud zwischen dem Desktop und dem iPad. Auf dem Tabletrechner können die synchronisierten Kollektionen gesichtet, markiert, bewertet und mit den aus der Desktop-Version bekannten „Grundeinstellungen“ bearbeitet werden. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Adobe-Abo – denn nur dieses umfasst den Adobe-Cloud-Speicher, der zur Synchronisierung genutzt wird. Daher konnte ich momentan noch keinen Blick auf Lightroom Mobile werfen, da ich Lightroom separat gekauft habe – Schade. Vielleicht überlegt sich Adobe noch eine Lösung für seine Lightroom-Kunden, die den Datenabgleich im lokalen WLAN ermöglicht. Oder Lightroom 6 wird nicht mehr einzeln verkauft und Kunden wie ich damit gezwungen, ein Abo abzuschließen. Weitere Infos zur neuen App finden Sie z.B. bei Adobe, Heise oder Cult of Mac.

Photoshop – fast so alt wie die Fotografie

OK, ich habe etwas übertrieben. Das beliebteste Bildbearbeitungsprogramm kam 1988 auf den Markt – die Fotografie bereits 149 Jahre früher. Das oben gezeigte Video fand ich auf dem Klonblog und bin wirklich erstaunt, welche Funktionalität in Photoshop 1.0 bereits enthalten war. Meine früheste Photoshop-Erfahrung reicht etwa ins Jahr 1993 zurück, damals kam ich über 5 Ecken an eine Kopie von Photoshop 2.5 😉 Anbei eine meiner damaligen Arbeiten … Weiterlesen