Schlagwort-Archive: Bergisch Gladbach

Kleine Erinnerung: Namensnennung ist Urheberrecht, nicht Werbung!

Aus leider mal wieder gegebenem Anlass eine kleine Erinnerung an alle Geschäftspartner, Kollegen und Leser: Die Nennung des Fotografen bei – lizenzierter – Veröffentlichung professionell angefertigter Fotos ist kein frommer Wunsch des Fotografen und keine freiwillige Werbung des Bild-Nutzers, der sich damit von der Verpflichtung zur Zahlung einer angemessenen Vergütung freikauft. Sondern geltendes Recht – Urheberpersönlichkeitsrecht. Übrigens in vom Fotografen frei gewählter Form, beispielsweise als Internetadresse. Lesen Sie es bitte nach, wenn Sie es nicht glauben wollen. Der bundesdeutsche Justizminister Maas hat kürzlich – wenn auch in anderem Zusammenhang – daran erinnert, dass die Forderung, sich an Recht und Gesetze zu halten, keine Zensur darstelle. Das finde ich ermutigend: Nicht, wer auf (s)ein Recht pocht, sollte schief angesehen werden, sondern derjenige, der sich selbstgerecht das Überschreiten von Regeln und Gesetzen anmaßt.

Tun Sie mir den Gefallen und sparen Sie sich zukünftig die Zeit für Zeilen wie diese: „[…] Deshalb auch das Angebot, dass wir die Quelle mit Kontaktdaten veroeffentlichen und somit fuer Sie werben.“ Geht gar nicht.

Joblog: Auszeichnung für ISS Facility Services

Mein Kunde ISS Facility Services ist von der WirtschaftsWoche als „bester Mittelstandsdienstleister“ des Jahres ausgezeichnet worden – und meldet das natürlich mit einem meiner Fotos. Vielen Dank und natürlich herzlichen Glückwunsch!

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Joblog: Imagefotos für YouValue Immobilienberatung

Vor wenigen Tagen habe ich Imagefotos für eine junge Immobilienberatung produziert. Als kleinen Zusatz-Service habe ich die Foto-Varianten auf Kundenwunsch freigestellt und deren Logo eingebunden.

 

Till Erdmenger – 20 Jahre professionelle Fotografie

Heimlich, still und leise kommt dieser Tage der Nikolaus den Kamin herunter. Mir ist aber noch was anderes aufgefallen: In diesem Jahr „feiere“ ich Jubiläum, denn meine fotografische Profession begann vor 20 Jahren. Dies soll kein großer Rückblick werden, so nostalgisch muss es nicht sein, und schließlich ist ja noch viel interessanter, was die Zukunft bringt. Vor 20 Jahren also, nach 3 Semestern Politikwissenschaften, stand für mich fest, dass nicht das Schreiben, sondern das Fotografieren mein Lebensinhalt sein soll. Während ich mir die Studios in Hannover und Umgebung anschaute und Bewerbungen schrieb, verbrachte ich damals ein paar interessante Wochen bei Georg Akrutat, der seinerzeit mit viel Detailverliebtheit ein kleines Studio am Schwarzen Bären betrieb. Kurz später begann meine Lehre bei Michel Eram in Langenhagen. Die konnte ich auf 2 Jahre verkürzen – und trotzdem als Innungsbester abschließen. Das geschenkte Jahr verbrachte ich mit einer Fortbildung zum Computer-Grafiker, was mir im Anschluß meinen ersten Job einbrachte, bei der Agentur Meier´s in Hannover. Nach einem guten halben Jahr zog es mich dann in die weite Welt, ich wollte in die Fotografen-Stadt Düsseldorf. Beinahe hätte sich der Plan nochmals geändert, als mir Frank Wartenberg eine Assistenzstelle in Hamburg anbot. Ich blieb aber am Rhein, wo ich als freier Assi bei verschiedenen Fotografen arbeitete und nebenher eigene Jobs produzierte. Später folgten dann meine Jahre in der Schweiz, wo ich faszinierende Erfahrungen mit Fotos während Operationen machte, viele Imagefotos produzierte und zugleich sehr oft Layouts entwarf. Seit meiner Rückkehr nach Deutschland 2007 arbeite ich wieder als selbstständiger Fotograf, zuerst in Hannover, dann in Essen und jetzt in Bergisch Gladbach.

Als Illustration für diesen Beitrag habe ich zwei alte Fotos gescannt, die ich während meiner Ausbildung produziert habe – der „Auftrag“ bestand in Imageaufnahmen eines „Firmenseniors“ in seinem Arbeitsumfeld. Realisiert auf Ilford Delta 100 mit der Nikon F90x und einem Nikkor 2,5/105mm – meine ersten Unternehmensfotos 😉

Analoge Businessportraits – geht das Heute noch?

Dass ich vor knapp 2 Jahren meine alte, analoge Canon F1 wieder ausgepackt habe und seitdem wieder sehr gerne und regelmäßig mit diesem System fotografiere, dürfte der ein oder andere Leser dieses Blogs bereits gemerkt haben. Etliche Beiträge und Ergebnisse habe ich hier bereits veröffentlicht. Häufig habe ich seitdem meinen Kunden vorgeschlagen, geplante Produktionen wieder analog zu fotografieren, allerdings selten mit Erfolg. Verständlich dahingehend, als dass die Fotos weniger schnell zur Verfügung stehen, und der gesamte Prozeß doch erheblich komplizierter ist: Filme entwickeln, scannen und nachbearbeiten sind einfach ein paar Schritte mehr.

Vor kurzem habe ich beim Team-Fotoshoot in der MKG-Praxis Dr. Terhorst in Bensberg die Portraits parallel digital und analog fotografiert, um für mich selbst einfach einen Vergleich zwischen Aufwand und Ergebnis zu haben. Ich bin ernüchtert. Wer noch fotografieren gelernt hat, kann selbstverständlich auch tolle Fotos auf Film belichten. Das ganze manuell und scharfgestellt. Die Aufnahmen waren daher – für mich – problemlos zu realisieren. Ich hatte eine Canon New F1 mit dem FD 2,8/100mm Breechlock von 1977 dabei. Während die EOS 5D III auf ISO50 belichtet wurde, hatte ich einen Kodak Gold 200 aus dem Drogeriemarkt eingelegt. In Ermangelung von Fachlaboren wurde der Film dann auch dort entwickelt. Gescannt habe ich mit meinem Epson V700 Photo – dabei testweise neben der mitgelieferten Software auch mit den Trialversionen von Vuescan und Silverfast.

Farblich gute Scan-Ergebnisse hinzubekommen, die dem digital produzierten Foto gleichen, ist schon mal eine Wissenschaft für sich. Ob es das Ziel sein muss, ist natürlich eine andere Frage. Ich hatte jedoch meine Mühe, die Farben in Lightroom so zu bearbeiten, bis sie mir gefielen. Das war mit dem Silverfast-Scan noch am einfachsten hinzubekommen. Beim Zoom auf 1:1 fällt die deutlich geringere Schärfe- und Detailleistung gegenüber dem digitalen File auf: Die Digitalkamera arbeitet einfach knackiger und mit mehr Feinheiten. Hier sei anzumerken, dass der V700 sicherlich auch nicht das Maximum an Schärfe liefert und es bessere Scanner gibt. Ich habe die unterschiedlichen Ergebnisse unten mal zum Vergleich eingefügt.

Was ist aber nun das Resümee? Für die üblichen Foto-Produktionen lohnt sich nach meinem Eindruck der Aufwand analoger Fotos nicht – zumindest bei Farbfotos. Anders sehe ich das bei Schwarz-Weiß-Bildern: Diese kann man zwar sehr ordentlich am Computer aus normalen Farbfotos erzeugen, die Charakteristik eines echten Films aber doch nur schwer nachempfinden. Zudem bietet die S/W-Fotografie mit den unterschiedlichsten Entwicklern und Pull/Push-Entwicklungen ein derart weites Spielfeld, dass im Hinblick auf authentische, echte Fotos kaum Grenzen gesetzt sind. Ein spezieller Look eben, der vielleicht zum Trend wird. Ich gebe die Hoffnung nicht auf …

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Das digital fotografierte Portrait, Canon EOS 5D III

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Das analog fotografierte Portrait, Scan mit der Epson-Scan-Sotware

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Analoges Portrait, gescannt mit Vuescan

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Analoges Portrait, gescannt mit Silverfast

Neue Website online!

Alle Jahre wieder … braucht eine Website ein anständiges Re-Design. Meine Website war seit ein paar Jahren nahezu unverändert geblieben, deshalb war jetzt einige Arbeit nötig, die Seite technisch auf den aktuellen Stand zu bringen. Der Server-Umzug steht dann demnächst auch noch an. Schauen Sie sich die neue Seite unter http://www.erdmenger.de bitte mal in Ruhe an und schreiben Sie mir gerne ein Feedback – ich freue mich auf Ihre Kritik und Anregungen, wie ich die Seite noch verbessern kann!

Nicht allein die Website ist neu, sondern auch inhaltlich habe ich einige zeitgemäße Änderungen vorgenommen, die unabhängig von meiner Internetpräsenz sind: Die AGB wurden überarbeitet und mein Lizenzmodell vereinfacht. Über diese wichtigen Neuigkeiten werde ich in den kommenden Tagen hier auf meinem Blog berichten – bleiben Sie also dran 😉

Wer einen kleinen Blick zurück werfen möchte auf die Anfänge von http://www.erdmenger.de, den verweise ich gern auf meinen Artikel über die Evolution meiner Seite – da hat sich in den vergangenen 16 Jahren doch einiges geändert …