Schlagwort-Archive: Unternehmensfotos

Versprochen!

Sehr geehrte Unternehmer, mir ist klar, dass Sie vor allem Zahlen vor Augen haben. Sie tragen die Verantwortung für einen Betrieb, für Angestellte, vielleicht für Aktionäre. Die Geschäfte müssen laufen, und das drückt sich vor allem in positiven Zahlen aus. Wären Sie mit schöngeistigen oder künstlerischen statt mit kaufmännischen Ambitionen geboren, hätten Sie vielleicht eine andere Karriere eingeschlagen. So aber fragen Sie: „Wieviele neue Kunden bringt es mir, wenn ich diese Anzeige schalte?“ Natürlich wissen Sie, dass diese Conversions nicht belegbar sind, ganz egal, was die Werbeindustrie verspricht. Sie wissen aber auch: Damit Sie Kunden gewinnen, müssen Sie ihnen etwas versprechen. Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung ist ein Versprechen und muss einlösbar sein. Damit ein Kunde Ihnen dieses Versprechen abnimmt, muss er Sie als sympathisch und glaubhaft wahrnehmen. Und genau dafür brauchen Sie Werbung und professionelle Fotos!

Bitte trennen Sie sich von dem Gedanken, das ginge alles mal schnell nebenher, ohne Aufwand und kostenlos. „Bei uns macht das immer Herr Müller, der ist Hobbyfotograf und hat ´ne gute Kamera“ – vergessen Sie das! Sie würden Herrn Meier vom Vertrieb auch nicht zur Reparatur an Ihren Sportwagen oder Frau Schulz aus der Buchhaltung an Ihren Backenzahn lassen. „Wir brauchen Portraits, muss nix Übertriebenes sein. Kann im Garten oder so sein. Sollte ein bißchen geschäftsmäßig aussehen. Wir bekommen das nur nicht selbst hin mit dem Licht und der Perspektive …“ – solche Anfragen erhalte ich tatsächlich und natürlich nehme ich sie ernst. Selbstverständlich benötigen Sie Unterstützung bei der Etablierung Ihres Markenimages, mindestens mit dem Hinweis darauf, dass „Garten“ und „geschäftsmäßig“ sich weitgehend ausschließen. Dafür bin ich ja da, versprochen! Fragen Sie einfach mal an!

Joblog: Imagefotos für YouValue Immobilienberatung

Vor wenigen Tagen habe ich Imagefotos für eine junge Immobilienberatung produziert. Als kleinen Zusatz-Service habe ich die Foto-Varianten auf Kundenwunsch freigestellt und deren Logo eingebunden.

 

Hilfe – der Fotograf will Geld!

Eigentlich sollte dieses Thema abgehakt, abgeheftet und weggeräumt sein. Jedem Unternehmer ist längst klar, dass Leistungen, die er einkauft, Geld kosten. Deshalb will ich hier auch nicht von vorne beginnen – da aber vor wenigen Tagen mein Kollege Michael Omori Kirchner einen interessanten Artikel über die Preisfindung veröffentlich hat und mich gestern zusätzlich die Frage nach meiner Preisgestaltung vonseiten der Kollegin Maira Falconi erreichte, habe ich mich entschlossen, hier nochmals aus Sicht des Kunden zu ergründen, wieso Fotos so viel kosten, wie sie kosten.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, gute Fotos mache doch die gute Kamera, muss ein Fotograf natürlich schon ein bisschen mitwirken bei der Motivgestaltung. Das setzt Talent, eine fundierte Ausbildung, die Auseinandersetzung mit Technik und ein konstantes Training des „Auges“ voraus (von den Investitionen in das Equipment, Versicherungen etc einmal abgesehen). Und natürlich ist es mit dem Druck auf den Auslöser nicht getan, denn vorher hat man akquiriert, Angebote geschrieben und verhandelt, man hat über die Wünsche und Anforderungen des Kunden diskutiert, während des Shootings freundlich Kontakte aufgebaut und spontane Lösungen gefunden und hinterher eine Flut von Fotos gesichtet, sortiert und bearbeitet. Selbstverständlich wird diese Arbeitszeit in Rechnung gestellt. Wie Michael vollkommen richtig schreibt: „Business-Shootings müssen teurer sein als Privatkunden-Shootings“ – denn der oben genannte Zeitaufwand ist in der Regel erheblich höher. Dazu kommt: Sie als Businesskunde verwenden meine Fotos anders als eine Privatperson es tut. Sie setzen Bilder als Werbung ein, um Ihr Unternehmen bekannt zu machen und damit letztlich Geld zu verdienen. Sie erzielen also einen wirtschaftlichen Mehrwert, an dem der Fotograf in geringem Umfang teilhaben möchte. Das ist nichts anderes als eine Dividendenzahlung an die Aktionäre.

Ein weiterer ganz wichtiger Punkt sind die Nutzungsrechte, die Sie für die rechtssichere Verwendung und Veröffentlichung von Fotos brauchen und für die Sie eine massgeschneiderte Lizenz erwerben. Angemessene Kosten hierfür kann man beispielsweise anhand einer Übersichtstabelle der „Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing“ validieren. Alternativ orientiere ich mich am Vergütungstarifvertrag des „AGD“ und den prozentualen Aufschlägen für verschiedene Faktoren wie die räumliche Verbreitung der Veröffentlichung, Art und Umfang sowie zeitliche Dauer der Nutzung. Sowohl die MFM-Tabelle, als auch die Positionen des AGD sind Empfehlungen – so liegt es also im Ermessen des Anbieters, wie teuer er seine Fotos und Lizenzen anbietet. Beispielsweise komme ich bei geringer Verbreitung und geringem Umfang der Nutzung sowie zeitlich auf 1 Jahr begrenzter Veröffentlichung auf einen Aufpreis in Höhe von 30% auf das Honorar.

Die Kollegin Maira fragt, ob meine Kunden die hochauflösenden Daten der Fotos erhalten, oder ob ich diese separat in Rechnung stelle. Verehrte Kunden, selbstverständlich erhalten Sie die Daten in voller Auflösung (so, wie ich es auch bei meinen privaten Kunden halte). Denn für Ihr Wohnzimmer dürfen Sie sich gerne ein Poster auf Acryl vergrößern lassen. Die geschäftliche Nutzung regelt ja die Lizenz – hier setze ich mein Vertrauen in Sie, dass Sie sich an diese rechtlich bindenden Absprachen halten. Es kann Ausnahmen geben – so habe ich teilweise nur Fotos mit Wasserzeichen zur Ansicht herausgegeben oder der Bequemlichkeit halber lediglich kleingerechnete Dateien, wenn die Nutzung ausschließlich für die Website freigegeben wurde. Ich sehe den Faktor Dateigröße allerdings nicht als honorierbares Feature – der fotografische Aufwand und der künstlerische Wert eines Fotos steigt nicht mit der Anzahl von Megapixeln. Demgegenüber möchte ich klarstellen: Meine Kunden erhalten ausschließlich die von mir ausgewählten Fotos eines Shooting und diese auch nur in der von mir bearbeiteten Fassung. Als Künstler ist mir eine Fremd-Interpretation meiner RAW-Daten nicht genehm.

Fazit: Ein angemessenes Fotografen-Honorar setzt sich aus dem Zeitaufwand und der Lizenz zusammen. Grade diese sollte auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt werden, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Gute Fotos, schlechte Fotos

Ein Kollege und alter Freund rief mich kürzlich an – er solle einen Vortrag über gute versus schlechte Bilder halten. Ob ich ihm mit Material aushelfen könne. Ich wollte schon fragen, ob er meine Fotos so gut oder so schlecht finde … aber natürlich helfe ich gern. Mich brachte der Gedanke aber auch ins Grübeln: Was bedeutet „gut“ oder “schlecht“ in Bezug auf ein Foto? Vermutlich muss man das erstmal von der Emotion „gefällt mir“ oder „gefällt mir nicht“ separieren. Sucht man im Internet, zeichnet sich in erster Linie die folgende Deutung ab: Ein schlechtes Foto ist unscharf oder verwackelt, auf einem guten Foto kann ich erkennen, worum es geht. Das mag als Minimalstandard Geltung finden und ist ja nicht verkehrt. Nach meiner Einschätzung ist aber ein gutes Foto noch viel mehr: Es konzentriert den Inhalt, es spricht Emotionen an, es vermittelt Wissen, hat hat eine Aussage, es wirft Fragen auf, es ist kontrovers, es zieht den Betrachter ins Geschehen, spricht ihn an, ist ästhetisch reizvoll, vielleicht ist es brutal, ehrlich, beschönigend, was auch immer etc pp. Diese Ebene ist über das rein formale hinaus äußerst wichtig, damit ein Foto funktioniert. Vollkommen zu recht muss hier eingeräumt werden: Fotos haben ja nicht immer eine Funktion – oder lediglich die einer netten Erinnerung. Es scheint, als könne man nur im Kontext der Funktion eines Fotos beurteilen, ob es gut oder schlecht sei. Was meinen Sie dazu? Ich bin interessiert zu erfahren, wie Sie „gute“ von „schlechten“ Fotos unterscheiden!

Das erste Foto vermittelt keinerlei Information über die Größe des Raum oder die Teilnehmerzahl bei dieser Veranstaltung. Ein Perspektiv-Wechsel half © Till Erdmenger – Businessfotos

Das erste Foto vermittelt keinerlei Information über die Größe des Raum oder die Teilnehmerzahl bei dieser Veranstaltung. Ein Perspektiv-Wechsel half © Till Erdmenger – Businessfotos

Beim linken Portrait passen Perspektive, Kleidung, Körperhaltung und Mimik nicht, rechts im Sinne eines Businessportraits ein „gutes“ Foto © Till Erdmenger – Businessfotos

Beim linken Portrait passen Perspektive, Kleidung, Körperhaltung und Mimik nicht, rechts im Sinne eines Businessportraits ein „gutes“ Foto © Till Erdmenger – Businessfotos

Hier sind es nur kleine Unterschiede, die das langweilige linke Bild vom rechten unterscheiden: Die Lichtstimmung ist rechts viel besser, die Dynamik und die Interaktion/Kommunikation zwischen den Personen ebenfalls © Till Erdmenger – Businessfotos

Hier sind es nur kleine Unterschiede, die das langweilige linke Bild vom rechten unterscheiden: Die Lichtstimmung ist rechts viel besser, die Dynamik und die Interaktion/Kommunikation zwischen den Personen ebenfalls © Till Erdmenger – Businessfotos

Links ist ein hübsches, buntes Bild der Veranstaltungshalle und der Band zu sehen. Rechts hingegen erkennt man, wie viele Mitarbeiter bei dieser Feier waren, und dass sie Freunde hatten © Till Erdmenger – Businessfotos

Links ist ein hübsches, buntes Bild der Veranstaltungshalle und der Band zu sehen. Rechts hingegen erkennt man, wie viele Mitarbeiter bei dieser Feier waren, und dass sie Freunde hatten © Till Erdmenger – Businessfotos

Hier macht vor allem die Interaktion den Unterschied: Links sehen wir einen Verkäufer, der auf sein Produkt fixiert ist, rechts kommuniziert er mit seinem Kunden. Die Körperhaltung der Person rechts im Bild konnte ebenfalls verbessert werden, der Bildausschnitt konzentriert die Aussage © Till Erdmenger – Businessfotos

Hier macht vor allem die Interaktion den Unterschied: Links sehen wir einen Verkäufer, der auf sein Produkt fixiert ist, rechts kommuniziert er mit seinem Kunden. Die Körperhaltung der Person rechts im Bild konnte ebenfalls verbessert werden, der Bildausschnitt konzentriert die Aussage © Till Erdmenger – Businessfotos

Joblog: Imagefotos für das Wein Cabinet Briem

Das Wein Cabinet Briem zählt zu den besten Weingeschäften Deutschlands. Und läuft so gut, dass jetzt eine Filiale eröffnet wurde. Nach dem ersten Shooting vor 3 Jahren wurde ich erneut beauftragt, Imagefotos für Website, Flyer und Broschüren zu produzieren. Ich wünsche der Familie Briem und dem Team ganz viel Erfolg!

Rückblick © Till Erdmenger – Businessfotos

Das Beste an 2014

Mal wieder ist ein erfolgreiches Jahr fast zu Ende und wir alle freuen uns auf ruhige Weihnachtstage, Familie, Geschenke und Festessen. Oder so. Langweilig wird es bestimmt niemandem, dennoch möchte ich Ihnen ein bisschen Lektüre empfehlen – nämlich die beliebtesten Beiträge des Jahres auf blog.erdmenger.de:

Sicherlich finden Sie in dieser kleinen Auswahl an Beiträgen etwas Interessantes. Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in ein erfolgreiches neues Jahr!